Abkürzungen in der NVA und DDR PDF Drucken E-Mail

NVA-Abkürzungen sowie div. DDR-Kürzel


A

 

AA    

Artillerieabteilung

AaG 

Abgasanalysegerät

AAR 

Artillerieausbildungsregiment

Aas  

Ablaufabschnitt

AB    

Aufklärungsbataillon

ABChA      

Ausbildungsbataillon chemische Abwehr

ABF 

Arbeiter- und Bauern-Fakultät

(Verbunden mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung und dem Abitur an der ABF wird man Offiziersschüler)

ABI  

Arbeiter- und Bauerninspektion

(Am 15. Mai 1963 geschaffen)

Abttr

Artilleriebatterie

Abr  

Artilleriebrigade

ABV 

Abschnittsbevollmächtigter der Deutschen Volkspolizei

a.D.  

außer Dienst

AdK 

Akademie der Künste

AdL

Akademie der Landwirtschaftswissenschaften

ADMV        

Allgemeiner Deutscher Motorsportverband der DDR

(Am 1. Oktober 1958 gegründet)

ADN 

Allgemeiner Deutscher Nachrichtendienst

(Nachrichtenagentur der DDR, im Oktober 1946 gegründet)

ADW (auch AdW)        

Akademie der Wissenschaften der DDR

AeO 

Arbeitsgemeinschaft ehemaliger Offiziere

(Am 11. Januar 1958 von ehem. Offizieren des Nationalkomitees Freies Deutschland, kurz NKFD, gegründet. Sitz in der Hauptstadt der DDR.

Ursprung: Bund Deutscher Offiziere, der sich am 11./12. September 1943 in Lunowo bei Moskau aus gefangenen deutschen Wehrmachtsoffizieren gründet. Die Auflösung erfolgt am 2. November 1945. Mehrere dieser Offiziere stellen ab 1958 die Kasernierte Volkspolizei auf)

AF    

Auffüllung

AfG

Akademie für Gesellschaftswissenschaften

AFL  

AEROFLOT

(Staatlicher Luftverkehrsbetrieb der UdSSR. Größtes Luftfahrtunternehmen der Welt. Ursprung Anfang der 20-er Jahre. Der Name AEROFLOT entsteht am 25. März 1932)

AG   

Aufklärungsgruppe

AG   

Anlassgerätewagen

(AG-2, Spezialwagen zum Anlassen von Flugzeugtriebwerken)

AGB

Arbeitsgesetzbuch der DDR

Agit.

Agitation

AgL  

Ausgangslage

AgR 

Ausgangsraum

AgRLL      

Ausgangsraum für die Luftlandung

AgSt

Ausgangsstellung

AGÜ 

Abteilungsgefechtsübung

AHU 

Außenhandelsunternehmen

AK   

Armeekorrespondent

Akl   

Aufklärung

AklA

Aufklärungsabteilung

AklZ

Aufklärungszug

AktAs       

Aktivierter Abschnitt

AktR

Aktivierter Raum

AKW

Amt für Kontrolle des Warenverkehrs

AL    

Ablauflinie

AllgRes     

Allgemeine Reserve

AM   

Armeemuseum

(Ursprünglich „Deutsches Armeemuseum“ in Potsdam, eröffnet am 28. Februar 1961. Seit 1972 „Armeemuseum Potsdam, 15 Potsdam, Neuer Garten, Telefon 2 27 54“.

Untergebracht im Marmorpalais des Neuen Gartens. Beherbergt Exponate der deutschen Militärgeschichte vom Großen Deutschen Bauernkrieg bis zur Gegenwart. Seit 1972 in Dresden ansässig, „Armeemuseum Dresden“: Eröffnet am 24. März 1972, Adresse: „Armeemuseum Dresden, 806 Dresden, Dr.-Kurt-Fischer-Platz 3, Telefon 5 20 71“,)

AMBl

Anordnungs- und Mitteilungsblatt

Antifa       

Antifaschismus

An    

Antonow

(Typenbezeichnung für Flugzeuge des sowj. Konstrukteurs Oleg Konstantinowitsch Antonow. Geboren am 7. November 1906 in Troizi bei Moskau.

Bekannt sind insbesondere der Doppeldecker An-2 [„Anna“] aus dem Jahre 1947, ferner die An-26 von 1968. Beide Flugzeuge sind u.a. als Abzetzflugzeuge bekannt )

AP    

Anlaufpunkt

API  

Aktuelle politische Information

(Kurze Polit.-Schulung anhand aktueller Nachrichten)

APW

Akademie der Pädagogischen Wissenschaften

AR    

Artillerieregiment

AR    

Armeerundschau

(Soldatenmagazin. Herausgeber Deutscher Militärverlag, später Militärverlag der DDR. Erscheint im März 1952 erstmals unter dem Titel „Der Kämpfer - Organ der Kasernierten Volkspolizei“.

Im November 1956 kommt das erste Heft heraus: 48 Seiten stark, Format 30,3x22,5. Der Leitartikel stammt von Verteidigungsminister Willi Stoph)

ARIG

Auswerte-Rechen- und Informationsgruppe

ARIS

Auswerte-Rechen- und Informationsstelle

ARMTW    

Ausbildungsregiment Militärtransportwesen

Art   

Artillerie

Art.  

Artikel

ARS 

Abteilung rückwärtige Sicherstellung

AsA  

Abschnitt des Absitzens

AsEB         

Abschnitt der Entfaltung in Bataillonskolonnen

ASB 

Abteilung zur Sicherstellung der Bewegung

AsEK        

Abschnitt der Entfaltung in Kompaniekolonnen

AsEZ         

Abschnitt der Entfaltung in Zugkolonnen

AsFe

Abschnitt der Feuereröffnung

ASG 

Armee-Sport-Gemeinschaft

ASG 

Aufklärungs- und Suchgruppe

ASK 

Armee-Sport-Klub

(Seit 1959, diente insbesondere der Förderung von DDR-Spitzensportlern)

ASMW

Amt für Standardisierung, Messwesen und Warenprüfung

ASO 

Arbeitsschutzordnung

(NVA, vom 17. Januar 1975)

ASR

Akademie für Staats- und Rechtswissenschaft

AsÜSA      

Abschnitt des Übergangs zum Sturmangriff

ASV 

Armee-Sport-Vereinigung

(Gegründet am 27. März 1953 [MdI und KVP]. Umbenennung am 1. Oktober 1956 in „Armee-Sportvereinigung Vorwärts“)

ASV 

Armee-Sportvereinigung Vorwärts

(Umbenennung am 1. Oktober 1956. Auflösung Januar 1991)

ASVO        

Arbeitsschutzverordnung

ASW

Anweisung für die sozialistische Wehrerziehung

(Inkrafttreten: 2. Januar 1963. Gilt für alle GST-Organisationseinheiten und schafft „die einheitliche Orientierung für die patriotische Erziehung, die vormilitärische und wehrsportliche Ausbildung“. Die bisherige „Organisations- und Ausbildungsanweisung wird somit abgelöst.

Ab 1969 wird die ASW durch die „Anordnung Nr. 100 über die Aufgaben der GST bei der sozialistischen Wehrerziehung“ abgelöst)

AsZT         

Abschnitt des Zusammentreffens

AT    

Aufklärungstrupp

ATA 

Auftank- und Transportanlagen

ATV 

Allgemeine technische Vorschrift

(Z.B. ATV 21/22, 1, Konservieren mit Ölen und Fetten, ATV 16, Brünieren von Schützenwaffen)

Auff 

Auffüllung

AVA 

Allgemeine vormilitärische Ausbildung

(Gesellschaft für Sport und Technik, kurz GST)

AW   

Artilleriewaffen

AWG

Arbeiterwohnungsbaugenossenschaft

AWL 

Artilleriewerkstatt und -lager

AZ    

Ausbildungszentrum

AZF 

Aufeinanderfolgendes zusammengefasstes Feuer

AZKW       

Amt für Zoll und Kontrolle des Warenverkehrs

 

 

B

 

B/A   

Bekleidung/Ausrüstung

B/A-Appelle       

Bekleidungs- und Ausrüstungsappelle

BAK 

Bezirks-Aeroklub

(Gründung des Aeroklub der DDR im Mai 1950. Im Juli 1952 erfolgt die Umbenennung in Luftpolizei. 1956 entsteht das Kommando der Luftstreitkräfte/Luftverteidigung)

BaW 

Bakteriologische Waffen

BAZ

Bezirksausbildungszentrum

(Auch Bezirksausbildungszentren. Für die fliegerische Ausbildung)

BB    

Begleitbatterie

B/B   

Bestrafung/Belobigung

BBS 

Betriebs-Berufsschule

BdVP        

Bezirksbehörde der Deutschen Volkspolizei

BC    

Batteriechef

BchA         

Bataillon chemische Abwehr

BE    

Baueinheit

Bed  

Bedienung

BefA

Befallener Abschnitt

BEL 

Bezirkseinsatzleitung

(Notstandsorgan im Bereich der Bezirke der DDR)

BeR 

Bereitstellungsraum

Ber. Akl.   

Bereich Aufklärung

Bes  

Besatzung

BFK 

Bombenfliegerkräfte

(Bezeichnung der Kampfflieger)

BFEK        

Bataillon Funkelektronischer Kampf

BFRTB      

Bewegliche FlaRaketentechnische Basis

BFZ 

Bewegliche Zone

BG   

Bezirksgericht

BGL 

Betriebsgewerkschaftsleitung

(Betriebliche Organisation des FDGB)

BHG 

Bäuerliche Handelsgenossenschaft

BHS 

Bordhubschrauber

BlPz 

Brückenlegepanzer

BiW  

Biologische Waffen

BKP 

Bezirksplankommission

(Nachgeordnetes Fachorgan der Staatl. Planungskommission)

BKW

Braunkohlewerk

BL    

Bezirksleitung

Bln

Berlin/er

BLWR

Bezirkslandwirtschaftsrat

BMK

Bau- und Montagekombinat

BMP

(für sowj. BMP-1 [Bojewaja Maschina Pechoty: Gefechtsfahrzeug der Infanterie]. Ferner für „Beeindruckend – Modern – Perfekt“. Geht auf die Ende 60-er/Anfang 70-er Jahre zurück und bezeichnet den Zeitraum der Modernisierung der Landstreitkräfte der NVA)

BMS 

Bataillon materielle Sicherstellung

BMSt         

Bataillonmunitionsstelle

BP    

Beobachtungsposten

BP    

Bereitschaftspolizei

BPK

Bezirksplankommission

BPKK

Bezirksparteikontrollkommission

BPO 

Betriebsparteiorganisation der SED

BPS 

Bezirksparteischule

BR    

Bereitschaftsraum

BRK

Bezirksrevisionskommission

BRT 

Bruttoregistertonne

BRTB        

Bewegliche Raketentechnische Basis

BSA 

Bewegliche Sperrabteilung

(Pioniereinheiten, die u.a. mit Minenlegepanzern ausgerüstet sind)

BSF 

Bewegliches Sperrfeuer

BSG 

Betriebssportgemeinschaft

BSt  

Beobachtungsstelle

B-Stelle    

Beobachtungsstelle

BT

Bezirkstag

Btl.   

Bataillon

Bttr  

Batterie

BÜSt

Brückenübersetzstelle

BV

Bezirksvorstand

BVG

Berliner Verkehrsgesellschaft

BVL 

Bezirksversorgungslager

BveSt       

Bataillonsversorgungsstelle

BverSt      

Bataillonsverpflegungsstelle

BVP 

Bataillonsverbandsplatz

BVR 

Bataillonsverteidigungsraum

BWR

Bezirkswirtschaftsrat

BZ    

Berliner Zeitung

(Hauptstadt der DDR)

BZV 

VEB Buch- und Zeitschriftenvertrieb

 

 

C

 

CAkl

Chef Aufklärung

CHNS        

Chemischer Nachweissatz

(Dient dem Feststellen von chemischen Kampfstoffen im Gelände, auf Gegenständen und in der Luft. Mit ihm können folgende Kampfstoffe nachgewiesen werden: Blausäure, Phosgen, Yperit, Soman, Sarin und V-Kampfstoffe. S.a. CNS)

ChPiGL     

Chemisches und Pioniergerätelager

ChSst       

Chemische Sicherstellung

ChÜ 

Chemischer Überfall

ChW 

Chemische Waffen

ChWL        

Chemische Werkstatt und Lager

CNS

Chemischer Nachweissatz

(Zur Anzeige und Bestimmung von chemischen Kampfstoffen. Wird in der FDA-Tasche mitgeführt. S.a. CHNS)

CSR

Tschechoslowakische Republik

(Ceskoslovenska Republika)

CSSR

Tschechoslowakische Sozialistische Republik

(Ab 11. Juli 1960)

 

 

D

 

DA    

Detonationsart

DaB 

Dienst an Bord

DAK 

Deutsche Akademie der Künste

Das  

Durchbruchsabschnitt

DBP 

Demokratische Bauernpartei

DDR 

Deutsche Demokratische Republik

(Am 7. Oktober 1949 als zweiter deutscher Staat gegründet. Der Gründungstag wird alljährlich als „Tag der Republik“ gefeiert.

Die Aufnahme als Mitglied der UNO erfolgt am 18. September 1973. Noch im selben Jahr stellt die DDR zu 100 Staaten diplomatische Beziehungen her)

DEFA        

Deutsche Film AG

(15. Oktober 1946: Uraufführung des ersten DEFA-Films, „Die Mörder sind unter uns“, in Berlin. Später Deutsche Filmgesellschaft mbH)

DeTAB      

Detonometrie- und Aufklärungsbataillon

DF    

Dauerfeuer

DF    

Doppelfernrohr

(Z.B. DF 7x40. Beobachtungshilfsmittel, zur Beobachtung des Gefechtsfeldes sowie zum Aufsuchen und Ansprechen von Zielen und Orientierungspunkten. S.a. EDF)

DF der DDR        

Deutscher Friedensrat der DDR

DFD 

Demokratischer Frauenbund Deutschlands

(Gründungskongress  vom 7. - 9. März 1947)

DFE 

Datenfernübertragungsanlage

(Ab Herbst 1970 erhalten alle NVA-Kommandos den Elektronenrechenautomaten Robotron 100, das Ministerium für Nationale Verteidigung die

Datenfernübertragungsanlage 550 [DFE 550].

Die elektronische Datenverarbeitung [EDV] ist Lehrfach an der Militärakademie „Friedrich Engels“ sowie an den Offiziershochschulen)

DFF  

Deutscher Fernsehfunk

(DDR-Fernsehen mit Sitz in Berlin-Adlershof. Erstmals 1956 ausgestahlt. Das Zweite Programm sendet seit dem 7. Oktober 1969.

Am 15. Dezember 1990 übernimmt die ARD den DFF. Nach 39 Jahren wird der DFF - Artikel 36 „Abwicklung der DDR-Medien für Kommunikation im Bereich Hörfunk und Fernsehen“ - abgewickelt. Die letzte Sendung findet am 21. Dezember 1991 statt.

Der Mitteldeutsche Rundfunk übernimmt die Sendefrequenzen am 1. Januar 1992)

DGH 

Dorfgemeinschaftshaus

DGP 

Deutsche Grenzpolizei

(Seit 16. Mai 1952, davor Grenzpolizei. Dem MfS unterstellt. Am 1. März 1957 Bildung des Kommandos der DGP in Pätz/Kreis Königs Wusterhausen)

DHE 

Diensthabende Einheit

DHS 

Diensthabendes System

(Ständiges Bereitschaftssystem der Luftverteidigung der Mitgliedsstaaten des Warschauer Vertrages. Die DDR ist seit 1962 daran beteiligt)

DifM 

Deutsches Institut für Militärgeschichte

(Am 1. März 1958 als Institut für Deutsche Militärgeschichte gegründet. Die Umbenennung erfolgt 1966)

DIZ  

Deutsches Institut für Zeitgeschichte, Berlin

DJ    

Dienstjahr

(Auch Dj)

DK   

Dieselkraftstoff

DLH 

Deutsche Lufthansa der DDR

(Luftverkehrsbetrieb der DDR. Als VEB im Mai 1954 gegründet. 1955 Übernahme des Flughafen Berlin-Schönefeld und Aufnahme des Flugbetriebes mit sowjetischen Verkehrsflugzeugen vom Typ Iljuschin Il-14.

1. September 1963: Einstellung des Flugbetriebes und Übernahme durch INTERFLUG)

DLK 

Dienstleistungskombinat

d. R. 

der Reserve

DM   

Dieselmotor

DMV 

Deutscher Militärverlag

(Gegründet am 25. Mai 1952 als „Verlag des Ministeriums für Nationale Verteidigung“. Mit Wirkung vom 31. Dezember 1960 aufgelöst. Seit Januar 1961 „Deutscher Militärverlag“, kurz DMV.

Seit 1. Juni 1973 Umbenennung in „Militärverlag der Deutschen Demokratischen Republik“, kurz MV der DDR)

DP    

Deutsche Post

DRK 

Deutsches Rotes Kreuz

(Das DRK der DDR wird am 23. Oktober 1952 gegründet. Sitz ist Dresden)

DOSAAF               

Freiwillige Gesellschaft zur Unterstützung der Armee,

der Flotte und des Flugwesens

(1961 in der Sowjetunion gegründet. Nach dem Vorbild der DOSAAF entsteht die GST der DDR)

DS    

Detonationsstärke

DSF 

Gesellschaft für „Deutsch-Sowjetische Freundschaft“

(Die Woche der DSF findet alljährlich vom 4. bis 10. Mai statt)

DSS 

Deutscher Soldatensender 935

(Erstmals 1960 auf Sendung. Standort Burg/Magdeburg. Redaktion in Berlin)

DTSB        

Deutscher Turn- und Sportbund

(Am 28. April 1957 als Nachfolger des Deutschen Sportausschusses gegründet)

DT    

Deutschlandtreffen der Jugend

(1. DT vom 27. bis 30. Mai 1950 in Berlin)

DT 64        

Deutschlandtreffen der Jugend Pfingsten 1964

(Rundfunksender, der während des Deutschlandtreffens - vom 16. bis 18. Mai 1964 - der FDJ in der Hauptstadt der DDR entsteht.

Per „Einigungsvertrag“ zwischen BRD und DDR - Artikel 36: „Abwicklung der DDR-Medien für Kommunikation im Bereich Hörfunk und Fernsehen“ - wird auch die Abschaltung von DT64 besiegelt.

Seit dem 1. Mai 1993 heißt das einstige Jugendradio „Sputnik“)

DV    

Dienstvorschrift

DvdI 

Deutsche Verwaltung des Innern

DvE  

Durchsicht vor dem Einsatz

(Waffenkontrolle zur Verhütung von Hemmungen)

DVP 

Deutsche Volkspolizei

(Auch VP, Vopo. Gilt vom 1. Juni 1945 bis 18. Januar 1956 für sämtliche waffentragende Verbände: KVP, Deutsche Grenzpolizei, Bereitschaftspolizei, Transportpolizei)

DwE 

Durchsicht während des Einsatzes

(Waffenkontrolle zur Verhütung von Hemmungen)

 

 

E

 

E        

Erddetonation

EEA 64     

Entgiftungs- und Entaktivierungsanlage

(Im Fahrzeug mitgeführte Anlage. Wird bei Bedarf am Auspuff angebracht, da die Auspuffgase als Treibmittel zum Versprühen der Entgiftungsflüssigkeit dienen)

EaFl 

Entaktivierungsflüssigkeit

EaM 

Entaktivierungsmittel

Eas  

Einführungsabschnitt

EB    

Eiserner Bestand

EB    

Einsatzbereitschaft

Ebf   

Entladebahnhof

EDF 

Einheitsdoppelfernrohr

(EDF 7x40. Dient dem Beobachten des Gefechtsfeldes am Tage und in der Dämmerung. S.a. DF)

EFAs

Entfaltungsabschnitt

EF    

Einzelfeuer

Efl    

Entgiftungsflüssigkeit

EG

Einsatzgruppe

EG   

Erhöhte Gefechtsbereitschaft

EGmbH     

Eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht

EOS 

Erweiterte Oberschule

EH   

Erholungsheim

EH   

Erich Honecker

EK   

Entlassungskandidat

EKO 

Eisenhüttenkombinat Ost

(Eisenhüttenstadt)

EL    

Einsatzleitung

EOS 

Erweiterte Oberschule

(Ermöglicht den Schulbesuch nach der 10. Klasse)   

EpiAR       

Eisenbahnpionierausbildungsregiment

E-Portion  

Eiserne Portion

(Notverpflegung, kommt bei Ausfall der Verpflegungsversorgung zur Anwendung. Untergebracht im Sturmgepäck, Teil 1. S.a. K-Portion)

ESP 

Einführung in die sozialistische Produktion

(Schulfach)

Est   

Entladestelle

ETKdtr     

Eisenbahntransportkommandantur

ETL 

Einstromturbinenluftstrahltriebwerk

EÜSt

Eisübersetzstelle

EVW

Erdölverarbeitungswerk

(Schwert/Oder)

EVP 

Einheitsverkaufspreis

EWE

Erich-Weinert-Ensemble

(Am 15. Juli 1950 als „Ensemble der Volkspolizei Erich Weinert“ gegründet. Zwischenzeitlich wird auch die Bezeichnung „Ensemble der Kasernierten Volkspolizei“ geführt. Am 1. März 1961 erfolgt die Umbenennung in „Erich-Weinert-Ensemble der NVA“)

 

 

F

 

FA    

folgende Aufgabe

FAJA oder FAJAS

VEB Fahrzeug- und Jagdwaffenwerk Suhl

(S. a. unter IFA und VEB)

FAG

Fernaufklärungsgruppe

FAG 

Fliegerausbildungsgeschwader

FAR 

Flak-Ausbildungsregiment

Fas  

Feuerabschnitt

FAZ 

Fernaufklärungszug

Fbe  

Feuerbereitschaft

FDA 

Felddienstanzug

(S. a. FDU)

FDJ  

Freie Deutsche Jugend

(Am 7. März 1946 als Jugendorganisation der DDR in Berlin gegründet. Eintritt ab dem 14.Lebensjahr. Die Aufnahme in den Weltbund der Demokratischen Jugend [WBDJ] erfolgt am 21. August 1948.

26. Juni 1951: Verbot der FDJ in der BRD)

FDGB        

Freier Deutscher Gewerkschaftsbund

(Gründung auf dem 1. Kongress vom 9. bis 11. Februar 1946)

FDU 

Felddienstuniform

(S. a. FDA)

FeKoZ      

Funkelektronische Kontrollzentrale

FJB  

Fallschirmjägerbataillon

FJG 

Fallschirmjägergruppe

FJK 

Fallschirmjägerkompanie

FJR  

Fallschirmjägerregiment

FJT  

Fallschirmjägertornister

FJZ  

Fallschirmjägerzug

FL    

Feuerlinie

Fla   

Fiegerabwehr

FlaBttr      

Flakbatterie

Fla-LSF     

Fliegerabwehr-Selbstfahrlafette

Fla-MG      

Fliegerabwehrmaschinengewehr

Fla-SFL-Bttr      

Fliegerabwehr-Selbstfahrlafetten-Batterie

Fla-Waffen         

Fliegerabwehr-Waffen

FKS 

Flugkörper-Schnellboote

FLARW     

FlaRaketenwerkstatt

FlaW

Flammenwerfer

FLO 

Fliegerleitoffizier

FMTFK     

Front- und Militärtransportfliegerkräfte

FO    

Führungsorgan

FoAs

Forcierungsabschnitt

FP    

Feldposten

FPASt       

Feldpostenaustauschstelle

FPG 

Fischereiproduktionsgenossenschaft der Hochsee- und Küstenfischer

FpiB 

Flugplatzpionierbataillon

FPlK

Flugplatzknoten

Frau

Fla-Rakete

FRAU        

FlaRakentenabteilung

FRAG        

FlaRaketenabteilungsgruppe

FRAZ        

FlaRaketenausbildungszentrum

FRBr

FlaRaketenbrigade

FRK 

Fla-Raketenkomplex

FRR 

Fla-Raketenregiment

FRS 

Fla-Raketenschütze

FRW 

Flugzeugreparaturwerkstatt

FRWL        

FlaRaketenwerkstatt und -lager

FRZ 

Fla-Raketenzug

FSt  

Feuerstellung

FT    

Funktelegrafie

FTB 

Fliegertechnisches Bataillon

FTL  

Fliegertechnisches Lager

FTT 

Funktechnische Truppen

(Luftraumüberwachung)

FTV 

Formation der Territorialverteidigung

(Streitkräfte der Territorialverteidigung. Hierzu zählen die Stäbe der NVA, die VP-Bereitschaften, die Kompanien der Transportpolizei, die mot. Kampfgruppenbataillone der Bezirksreserve, die allgemeinen Kampfgruppenhundertschaften, die Kreisdienststellen des Staatssicherheitsdienstes sowie die Zivilverteidigung)

FU    

Feuerunterstützung

Fu    

Funker

FuAZ         

Funkaufklärungszentrale

FüBttr       

Führungsbatterie

FuFuTAB  

Funk- und funktechnisches Aufklärungsbataillon

FuMA        

Funkmessanlage

FuMB        

Funkmessbeobachtungsgerät

FuMV        

Funkmessvisier

(Kombination von Funkmessgerät und einem elektronischen Rechengerät)

FuMW       

Funkmesswerkstatt

FuN 

Funknetz

FuPS         

Funkpeilstelle

FuR  

Funkrichtung

FuSt

Funkstelle

FuSZ         

Funksendezentrale

FuTA         

Funktechnische Abteilung

FuTAK      

Funktechnische Ausbildungskompanie

FuTB         

Funktechnisches Bataillon

Fu Tgw     

Funktechnische Gegenwirkung

(Maßnahme zur funktechnischen Störung des Gegners mit Störsendern)

FuTK        

Funktechnische Kompanie

FuTT         

Funktechnische Truppen

FuTSK      

Funktechnische Störkompanie

FuVerb     

Funkverbindung

    

Feuerüberfall

FüP  

Führungspunkt

FüSt

Führungsstelle

FÜSt

Fährenübersetzstelle

FÜZ 

Führungszug

FV    

Feuervorbereitung

FW   

Feldwache

FW   

Feuerwalze

FWA 

Feldwachabteilung

FWE 

Feldwacheinheit

FWP 

Feldwachposten

FZ  

Feuerzug

 

 

G

 

GA   

Gefechtsaufgabe

GA   

Gefechtsabschnitt

GA   

Gefechtsausbildung

GAI-O        

Gerät zur automatischen Injektion

GAO 

Gefechtsanordnung

GAT 

Gefechtsaufklärungstrupp

GBl. 

Gesetzblatt

GBr  

Grenzbrigade

GD   

Gefechtsdienst

GdA 

Gesetzbuch der Arbeit

(Für den Gesundheits-, Arbeits- und Brandschutz in der NVA)

GdK  

Gehilfe des Kapitäns

GE   

Getreideeinheiten

GES  

Gruppenentgiftungssatz

GeWA       

Geschosswerferabteilung

GF    

Gruppenführer

GES 10     

Großer Entgiftungssatz

(Entgiftungssatz, mit dem Fahrzeuge, technische Kampfmittel, Waffen und andere Ausrüstungsgegenstände entaktiviert bzw. entgiftet werden)

GKN 

Grenzkompanie Nord

GKS 

Grenzkompanie Süd

GKM

Grenzkompanie Mitte

Grepo       

Grenzpolizei

(Am 28. November 1946 auf Anordnung der Sowjetischen Militäradministration [SMAD] aufgestellt, zunächst nur zur Unterstützung der sowjetischen Truppen.

Gegründet am 1. Dezember 1946. Dem MdI unterstellt.

Am 16. Mai in DGP umbenannt. Mit dem 15. September 1961 erfolgt die Umbenennung in GT der DDR.

Der 1. Dezember ist der „Tag der Grenztruppen“)

GO   

Gefechtsordnung

GP   

Grenzposten

GPG 

Gärtnerische Produktionsgenossenschaft

GS     

Gefechtsstation

GS   

Gefechtsstand

(Leitung und Führung der Gefechtshandlungen der unterstellten Einheiten, Truppenteile und Verbände)

GSt  

Gruppenstellung

GST 

Gesellschaft für Sport und Technik

(Sozialistische Wehrorganisation. Gegründet am 7. August 1952 [veröffentlicht im Gesetzblatt der DDR Nr. 108 vom 14. August 1952, Seite 712–713].

Es gibt hier: Schieß- und Geländesport, Segel- und Motorsport, Fallschirmspringen, Seesport, Navigation zu Land und zur See, Fernmeldewesen, Tauchen [hier auch als »Grillen-Saufen-Tauchen« bezeichnet], Funk- und Fernsprechausbildung.

Die Sektion Fallschirmsport gibt es seit 1956. Ausbilder sind neben aktiven Soldaten auch Reservisten)

GSSD

Gruppe der sowjetischen Streitkräfte in Deutschland

(Bezeichnung seit 1971 für die in der DDR seit Mai 1945 stationierten sowjetischen Streitkräfte)

GSTD        

Gruppe der sowjetischen Truppen in Deutschland

(Bezeichnung seit 1955 für die in der DDR seit Mai 1945 stationierten sowjetischen Truppen)

GSV

Geheime Verschlusssache

GT der DDR

Grenztruppen der DDR

(Am 15. September 1961 durch die Eingliederung der Deutschen Grenzpolizei gebildet [Befehl 1/61]. Dem Min. f. Nat. Verteidigung unterstellt.

Der Grenzdienst wird am 1. Juli 1990 eingestellt. Einen Tag darauf stellt auch der Bundesgrenzschutz seine Tätigkeit an der Staatsgrenze zur DDR ein.

Am 1. August 1990 erfolgt die letztmalige Umbenennung der GT in Grenzschutz. Dieser ist dem MdI unterstellt)

GTu 

Gasturbine

GTÜ

Gemeinsame Truppenübung

GUvD

Gehilfe des UvD

(Untersteht dem UvD der Kompanie und vertritt ihn bei Abwesenheit)

GVP 

Gefechtsvorposten

GeWA       

Geschosswerferabteilung

GeWAA     

Geschosswerferausbildungsabteilung

GW   

Granatwerfer

GWBttr     

Granatwerferbatterie

GWW

Gesellschaftswissenschaftliche Weiterbildung

GWZ

Granatwerferzug

GZ   

Gefechtszug

 

 

H

 

HaA 

hydroakustische Anlage

HaFB        

hydroakustische Funkboje

HAG 

Hubschrauberausbildungsgeschwader

HaK 

hydroakustischer Komplex

HAK 

Hauptabteilung Kampfgruppen

(Zentrale Befehlsstelle der Kampfgruppen im Ministerium des Innern)

HaM 

hydroakustische Mittel

HbP 

Holzbearbeitungspunkt

HBS 

Hauptbefehlsstand

HBttr         

Haubitzbatterie

HdA 

Haus der Nationalen Volksarmee

HDVP        

Hauptverwaltung der Deutschen Volkspolizei

Hfw. 

Hauptfeldwebel

(Ugs. auch Hauptfeld)

HGL 

Hausgemeinschaftsleitung

HH   

Hinterhalt

HI     

Hauptinstandsetzung

HK   

Hauptkräfte

HlazZ        

Hilfslazarettzug

HMT

VEB Hoch-, Montage- und Tiefbau

HO   

Handelsorganisation

(Staatlich, auch HO-Kaufhaus, HO-Gaststätte)

HP   

Horchposten

HptNZ       

Hauptnachrichtenzentrale

Hptst.       

Hauptstadt

H-R-B        

Hafen- und Reedeschutzboote

Hs    

Hubschrauber

HSSG        

Hubschrauber-Such-Schlaggruppe

HsLP         

Hubschrauberlandeplatz

HVA 

Hauptverwaltung Ausbildung

HVA 

Hauptverwaltung Aufklärung

HVA im MfS         

Hauptverwaltung Aufklärung im Ministerium für Staatssicherheit

HVS 

Hauptverwaltung Seepolizei

(Gebildet am 15 Juni 1950. MdI. Leiter wird Generalinspekteur der VP, Waldemar Verner)

 

 

I

 

IAB  

Instandsetzungsausbildungsbataillon

IB     

Instandsetzungsbataillon

IB     

Interbrigadist

(Bezeichnung für Teilnehmer am Spanischen Bürgerkrieg. Auf Beschluss der Kommunistischen Internationale am 26. Juli 1936 in Prag kommen 5000 Arbeiter [Internationale Brigaden] aus allen Ländern der Welt der Volksfront zu Hilfe.

Namen wie Thälmann, Baimler, André usw. sind in der DDR und in der NVA Bestandteil der Traditionspflege.

Der 18. Juli 1936, der Beginn des spanischen Freiheitskampfes, ist in der DDR der „Tag der Interbrigadisten“)

Ibas 

Instandsetzungsbasis

IBas Tanl  

Instandsetzungsbasis für Tankanlagen

IBB  

Ingenieurbaubataillon

IBR  

Ingenieurbauregiment

Ibr    

Instandsetzungsbrigade

IBTAB       

Ingenieurbautechnische und Ausbildungsbasis

IF     

INTERFLUG - Gesellschaft für internationalen Flugverkehr mbH

(Staatliches Luftfahrtunternehmen der DDR. Sitz in Berlin, Flughafen Berlin-Schönefeld.

Am 10. September 1958 als Bedarfs-Luftverkehrsgesellschaft gegründet. Am 1. September 1963 Übernahme der ehemaligen Deutschen Lufthansa der DDR. S. a. DLH)

IFA

Industrieverband Fahrzeugbau der DDR

(Bsp.: „VEB Fahrzeug- und Jagdwaffenwerk Ernst Thälmann, Suhl - IFA-Kombinat für Zweiradfahrzeuge“. S.a. FAJA und VEB)

IfFA 

Institut für Fremdsprachenausbildung

IfLM 

Institut für Luftfahrtmedizin

Il      

Iljuschin

(Typenbezeichnung für Flugzeuge des sowj. Konstrukteurs Sergej Wladimirowitsch Iljuschin. Geboren am 18. [30.] März 1894 in Diljalewo, gestorben am 10. Februar 1977 in Moskau. Konstruiert

1939 das bekannte Erdkampflugzeug Il-2. Nach dem Krieg folgt z.B. das Turboprop-Verkehrsflugzeug Il-18 sowie das Langstreckenflugzeug Il-62)

IM    

Infanterieminen

IMAT

Institut Automatisierung der Truppenführung

IMF  

Infanterieminenfeld

IML  

Institut für Marxismus-Leninismus beim ZK der SED

Imp.

Imperialismus

(Höchstes und letztes Stadium des Kap.)

ISB  

Institut für Spezialbauten

IVB  

Instandhaltungs- und Versorgungsbasis

 

 

J

 

Jak  

Jakowlew

(Typenbezeichnung für Flugzeuge des sowj. Konstrukteurs Alexander Sergejewitsch Jakowlew. Geboren am 19. [1. April] März 1906)

JBG 

Jagdbombenfliegergeschwader

(Waffengattung der Luftstreitkräfte. Zur Bekämpfung kleiner und beweglicher oder plötzlich auftauchender Erd- und Seeziele. Ferner, um Luftangriffe abzuwehren oder

Luftaufklärungsaufgaben zu erfüllen)

JFK

Jagdfliegerkräfte

(Luftstreitkräfte/Luftverteidigung. Zur Abwehr von unbemannten Flugkörpern und feindlichen Flugzeugen. Ferner zur Unterstützung der Landstreitkräfte durch Bekämpfung von Erdzielen. Aber auch zur Sicherung eigener Bomben- und Transportflugzeuge sowie von Schiffseinheiten)

JG    

Jagdfliegergeschwader

JP    

Junge Pioniere

(Für Schüler der 1. bis 4. Klasse. Seit 13. Dezember 1948. Auch Thälmann-Pioniere genannt.

Am 23. August 1952 wird der Pionierorganisation vom ZK der SED der Name „Ernst Thälmann“ verliehen.

Vorbild ist u.a. der Kommunistische Jugendverband Deutschland [KJVD] von 1925)

JW   

Junge Welt

(Zeitung, Herausgeber: Zentralrat der FDJ. Erscheint erstmals am 12. Februar 1947 als Wochenblatt. Ab 12. November 1947 mit dem Untertitel „Zentralorgan der Freien Deutschen Jugend“ (Nr. 40). Seit dem 1. März 1952 als sozialistische Tageszeitung)

 

 

K

 

K      

Kommandeur

K      

Kampfsatz

KA   

Klassenauftrag

KAP 

Kooperative Abteilung Pflanzenproduktion

Kas  

Kommandant des Abschnitts

Karabiner S      

Karabiner Simonow

(Sowj. Bezeichnung SKS-45, Kaliber 7,62mmx39, Patrone 43. Von der NVA nur kurzzeitig im Truppengebrauch. Lediglich beim Wachregiment weiter geführt)

kbl   

Kabellänge

(185,2 Meter)

KBS 

Küstenbeobachtungsstelle

(Grenztruppen. Beobachtungsposten im System der Grenzsicherung)

KC   

Kompaniechef

KCA 

Kernstrahlungs- und chemische Aufklärung

KC-Aufklärer     

Kernstrahlungs- und chemischer Aufklärer

KCBP        

Kernstrahlungs- und chemischer Beobachtungsposten

KC-Lage   

Kernstrahlungs- und chemische Lage

KchA        

Kompanie chemische Abwehr

KD   

Kontrolldurchsicht

KD   

Kommandantendienst

(Militärpolizei, zuständig in allen Militärbezirken. Der KD stellt auch die Regulierer)

KdAW       

Komitee der antifaschistischen Widerstandskämpfer der DDR

(Ursprünglich als Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes, kurz VVN, im Februar 1947 gegründet. Die Umbenennung erfolgt 1953)

Kdl.  

Kontrolldurchlass

(Eingang zur Kaserne)

Kdo 

Kommando

KDT (auch KdT)

Kammer der Technik

KEBf

Kommandant des Entladebahnhofs

KEL 

Kreiseinsatzleistung

KESt

Kommandant der Entladestelle

Kfz   

Kraftfahrzeug

KfzGL       

Kfz-Gerätelager

KfzIB         

Kfz-Instandsetzungsbataillon

KfzIW        

Kfz-Instandsetzungswerkstatt

KfzK

Kfz-Kompanie

KfzR

Kfz-Regiment

KfzRL        

Kfz-Reservelager

KfzTK       

Kfz-Transportkompanie

Kfz-TZ      

Kfz-Transportzug

KfzW

Kfz-Werkstatt

KHs 

Kampfhubschrauber

KG   

Kampfgruppen der Arbeiterklasse

(Aufstellung im Herbst 1952 unter der Bezeichnung „SED-Betriebskampfgruppen“. Auf der 15. Tagung des ZK der SED – vom 24. bis 26. Juli 1953 – wird u.a. die Schaffung der Kampfgruppen in den VEB, VEG, MTG und staatlichen Verwaltungen beschlossen.

23. Mai 1990: Beendigung und Tätigkeit der Kampfgruppen. Am 30. Juni erfolgt die endgültige Auflösung)

KG-B/mot. 

Kampfgruppenbataillone der Bezirksreserve

KHG 

Kampfhubschraubergeschwader

KHS 

Kampfhubschrauber

KI     

Kraftfahrzeug-Inspektion

(Kommando zur Kontrolle von Militärfahrzeugen)

KIM  

Kombinat für industrielle Massenhaltung

(Geflügel, Fleisch und Eierproduktion)

KJP 

Kanonenjagdpanzer

KJS 

Kinder- und Jugendsportoberschule

KJVD        

Kommunistischer Jugendverband Deutschlands

KK   

Kleinkaliber

(Mit KK-Gewehren im Kaliber lfB/.22 l.r. werden seit 1960, vom 1. bis zum 8. Juli, im Rahmen der „Woche der Jugend und des Sports“ von der FDJ und der GST Schießwettbewerbe durchgeführt.

Zur vormilitärischen Grundausbildung der GST gehören auch militärische Mehrkämpfe, die mit der KK MPi 69 durchgeführt werden. Hierzu zählen neben dem Schießen das gefechtsmäßige Verhalten im Gelände sowie das Exerzieren)

KKW

Kernkraftwerk

KL    

Komplexlager

KM   

Kernmine

KM   

Kalaschnikow modernisiert

(DDR-Bezeichnung. Die MPi KM ist identisch mit der KMS-72, verfügt jedoch über einen Plastekolben. Im Gegensatz zum sowj. Vorbild, dem AKM/AKMS, ist der Plastekolben der DDR-Fertigung gegen die seitlich klappbare Metallstütze jederzeit austauschbar)

KmS

Kalaschnikow mit Stütze

(Bezeichnung für erste in der DDR hergestellte MPi Kalaschnikow)

KmS

Kompanie materielle Sicherstellung

KMS

Kommandant der Marschstraße

KMS-72    

Kalaschnikow modernisiert mit Stütze

(Im Gegensatz zum sowj. Modell verfügt die in der DDR hergestellte Ausführung über eine seitlich klappbare Stütze)

KMU

Karl-Marx-Universität Leipzig

Kn    

Knoten

(Seemeile je Stunde)

Kom. ASV 

Kommitee der ASV

Komplekt P-1    

Komplekt für Panzerbesatzungen

(Bestandteil der Truppenvorräte)

Kp.   

Kapitalismus

K-Portion 

Konzentratportion

(Individuell abgepackte Tagesverpflegung des Armeeangehörigen. S.a. E-Portion)

KPD 

Kommunistische Partei Deutschlands

(Gründung am 31. Dezember 1918.

17. August 1956: Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe verbietet die KPD in der BRD)

KPdSU (B)

Kommunistische Partei der Sowjetunion (Bolschewiki)

(Später ohne den Zusatz Bolschewiki)

KPP 

Kontrollpassierposten

KPK 

Kreisplankommission

KPKK        

Kreisparteikontrollkommission

KpTr

Kompanietrupp

KR   

Konzentrierungsraum

KRA 

Küstenraketenabteilung

KRR 

Küstenraketenregiment

KRÜ 

Konzentrierungsraum für Übersetzmittel

KS   

Kampfsatz

KSA 

Kreissportausschuss

KsanP      

Kompaniesanitätsposten

KSK

Kampfschwimmerkommando

KSP 

Kompaniestützpunkt

KSS 

Küstenschutzschiff

KSÜ

Kommandostabsübung

KSZ 

Kultur- und Sportzentrum

Kt    

Kilotonne

KTE 

Koeffizient der technischen Einsatzbereitschaft

KTS-Boot 

Kleines Torpedoboot

KTW

Komitee für Touristik und Wandern

(Am 22. November 1956 gegründet)

KTW

Kolbentriebwerk

KuSt

Kurierstelle

   

Kommandant der Übersetzstelle

KVBf

Kommandant des Entladebahnhofs

KVM

Kommando der Volksmarine

KVP 

Kasernierte Volkspolizei

(Am 3. Juli 1948 aufgestellt)

KVR 

Küstenverteidigungsregiment

KVSt

Kommandant der Verladestelle

KW   

Kernwaffen

KWD

Kernwaffendetonation

KWEM       

Kernwaffeneinsatzmittel

KWV

Kommunale Wohnungsverwaltung

 

 

L

 

Lab.

Labor

LaSK        

Landstreitkräfte

LASt

Lastenabwurfstelle

Laz  

Lazarett

LazZ

Lazarettzug

LBP 

Luftraumbeobachtungsposten

LBR 

Leitungsbauregiment

LDPD        

Liberaldemokratische Partei Deutschlands

Lehrg. HSR        

Lehrgang Hochschulreifeausbildung

LEK 

Linie der Entfaltung in die Kompaniekolonne

LEZ 

Linie der Entfaltung in die Zugkolonne

LF    

Landungsfahrzeug

LFE  

Linie der Feuereröffnung

LFRT         

Lager für Fla-Raketentechnik

LI     

Laufende Instandsetzung

Lkw 

Lastkraftwagen

LMG 

leichtes Maschinengewehr

lMG D        

leichtes Maschinengewehr Degtjarow

(Sowj. RPD, Konstrukteur W.A. Degtjarow)

lMG K        

leichtes Maschinengewehr Kalaschnikow

(Konstrukteur Michail Timofejewitsch Kalaschnikow)

lMG K-500

leichtes Maschinengewehr K-500

(Nicht mehr eingeführtes MG aus DDR-Produktion auf Basis des sowj. RPK74)

LN    

Landwirtschaftliche Nutzfläche

LNZ 

Leiter der Nachrichtenzentrale

LOG 

Laserortungsgerät

LP    

Leuchtpistole

(Modell LP 1 und LP 2. Zum Verschießen von Signalpatronen)

LPAG        

Leichtes Panzerabwehrgerät

(Bezeichnung auch Panzerbüchse. Hier z.B. RPG-2, RPG-7)

LPG 

Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft

LPPK        

Landesparteikontrollkommission

LRD 

Lager Rückwärtige Dienste

LS-Boote  

Landungsboote

LS    

Luftschutz

(Seit April 1956. Am 11. Februar 1958 wird das Luftschutzgesetzt verabschiedet. Seit 17. September 1970 in die Zivilverteidigung integriert)

LSA 

Linie des Sturmangriffs

LSK 

Luftstreitkräfte

LSK/LV     

Luftstreitkräfte/Luftverteidigung

LStB

Luftsturmbataillon

LStG

Luftsturmgruppe

LStK

Luftsturmkompanie

Lsp. 

Leuchtspur

(Patrone 7,62mmx39 M43/Kalaschnikow. Farbkennzeichnung der Geschossspitze:

Lsp. - grün, Br./Brand - rot, Pz.-Br./Panzer/Brand - schwarz-rot. Üb/Übung - Plastkerngeschoss)

LStR

Luftsturmregiment

LStZ

Luftsturmzug

LTS 

Leichtes Torpedoschnellboot

LV    

Luftverteidigung

LVD 

Luftverteidigungsdivision

LVO 

Lieferverordnung

(Regelt sämtliche Lieferungen der Rüstungsindustrie an die NVA)

LVZ 

Leipziger Volkszeitung

(Gegr. 1894)

LW   

Laufende Wartung

(Waffenkontrolle zur Verhütung von Hemmungen usw. Mindestens 1-mal im Monat, oder 14-tägig, nach dem Schießen)

 

 

M

 

MA   

Militärarchiv der DDR

(Vormals „Deutsches Militärarchiv“, seit 15. Juli 1964. Sitz Potsdam. Seit 1972 „Militärarchiv der DDR“.

Es hat die Aufgabe, Archivgut der NVA und der Grenztruppen der DDR sowie der militärischen Kommandobehörden und Formationen des Deutschen Reiches und der deutschen Territorialstaaten aufzubewahren und für die Auswertung zu erschließen)

MAB 

Militärische Abnahmebedingungen

(Normen, nach denen Rüstungslieferungen abgenommen werden)

MAFE        

Militärakademie „Friedrich Engels“

(Offiziersschule der NVA in Dresden, höchste militärische Bildungsstätte der DDR. Seit 5. Januar 1959. Ab 1. Dezember 1962 Status als Hochschule. Am 1. Januar 1963 Bildung der Fakultät »Seestreitkräfte«. Nunmehr erhalten Offiziere aller Teilstreitkräfte

der NVA und der Grenztruppen der DDR eine akademische Qualifikation)

MAK

Militärakademie

(Sitz in Dresden. Ursprünglich als Hochschule für Offiziere am 1. Januar 1959 gegründet. Die Umbenennung in Militärakademie erfolgt am 5. Januar 1959)

MaL 

Materiallager

MaSst       

Materielle Sicherstellung

MAT 

Mechanisierung und Automatisierung der Truppenführung

(Teilbereich der Neuerer-Bewegung)

MAW

Minenabwehr

MB   

Militärbezirk

MBD 

Militärischer Bilderdienst

(Seit 1957. Eine Unterabteilung des Militärischen Pressedienstes)

MD   

Medizinischer Dienst

(Sanitätsdienst in den bewaffneten Organen)

MdI  

Ministerium des Innern

(Seit 18. Januar 1956)

MDR 

Mitteldeutscher Rundfunk

(1951)

mech.       

mechanisiert

medSst    

medizinische Sicherstellung

MedVL      

Medizinisches Versorgungslager

MEGA       

Marx-Engels-Gesamt-Ausgabe

MF   

Massives Feuer

MfAV

Ministerium für Abrüstung und Verteidigung

MfNV         

Ministerium für Nationale Verteidigung

(Oberste militärische Führungs- und Verwaltungsbehörde mit Sitz in Strausberg/Berlin)

MfS  

Ministerium für Staatssicherheit

MFWB       

Militärforstwirtschaftsbetrieb

MG   

Maschinengewehr

MGA

Militärische Grundausbildung

MGO

Militärgerichtsordnung

(Vom Staatsrat der DDR am 4. April 1963 erlassen)

MGI  

Militärgeschichtliches Institut der DDR

MHO

Militärhandelsorganisation

MHO-D      

Militärhandelsorganisation Direktion

MHO-BT GH       

Militärhandelsorganisation Betriebsteil Großhandel

MHO-EH    

Militärhandelsorganisation Einzelhandel

MI    

Mittlere Instandsetzung

MiBWU      

Militärbauwesen und Unterbringung

MiG  

Mikojan Gurejetwitsch

(Kurzform für die beiden bekanntesten sowj. Flugzeugkonstrukteure.

Artjom Iwanowitsch Mikojan: Geboren am 23. Juli [5. August] 1905, gestorben am 9. Dezember 1970.

Michail Jossipowitsch Gurjewitsch: Geboren am 31. Dezember 1892 [12. Januar 1893], gestorben am 25. November 1976.

So entsteht 1939/40 die MiG-1. Mit der MiG-9 im Jahre 1946 beginnt auch für die Sowjets der Schritt ins Düsenzeitalter. Doch erst die MiG-15 [1948], die MiG-17, MiG-19, die MiG-21, MiG-23 sowie die MiG-29  machen den Namen MiG weltbekannt)

Mil   

Michail Leontjewitsch

(Sowj. Flugzeugkonstrukteur. Geb. am 20. November 1909 in Irkutsk, gestorben am 31. Januar 1970 in Moskau. Konstruierte die bekannten Hubschrauber wie Mi-1 im Jahre 1948/49, und Mi-4 [Serienproduktion 1955), die Turbinenhubschrauber Mi-2 und Mi-8 sowie später - unter seinem Nachfolger M.N. Tischtschenko - den Kampfhubschrauber Mi-24)

MIK  

Mechanisierte Infanteriekompanie

MIT  

Militärtechnisches Institut

MIZ  

Mechanisierter Infanteriezug

MK   

Militärtheoretische Konferenzen

MKD

VEB Militärkartographischer Dienst

MKE

Militärische Körperertüchtigung

MKF 

Militärkraftfahrer

ML   

Munitionslager

MLG 

Minenlegegerät

MLPz        

Minenlegepanzer

MLR 

Minenleg- und Räumboot

MLR-Schiff        

Minenleg- und Räumschiff

MMA

Militärmedizinische Akademie

MMM

Messe der Meister von Morgen

(Ausstellungen, auf denen Verbesserungsvorschläge vorgestellt werden. Im Rahmen der „Neuererbewegung“ zur Einführung neuer Arbeitsmethoden)

MMS

Militärmedizinische Sektion

mot. 

motorisiert

MO   

Marschordnung

MOG

Magnetortungsgerät

MPD 

Militärischer Pressedienst

(Seit 1. Oktober 1956. Ministerium für Nationale Verteidigung)

MPi  

Maschinenpistole

MPi K        

Maschinenpistole Kalaschnikow mit Kolben

(NVA-Bezeichnung für in der DDR gefertigte Kalaschnikow. Ursprung sowj. AK 47, 2. Modell, Stahlgehäuse, Kaliber 7,62x39)

MPi KmS  

Maschinenpistole Kalaschnikow mit Stütze

(Erste in der DDR hergestellte Kalaschnikow, Stahlgehäuse, Kaliber 7,62mmx39)

MPi KM     

Maschinenpistole Kalaschnikow modernisiert

(Sowj. AKM, Gehäuse aus Blechprägeteilen, Kaliber 7,62mmx39)

MPi KMS-72      

Maschinenpistole Kalaschnikow modernisiert mit Stütze

(Sowj. AKMS, Gehäuse aus Blechprägeteilen, jedoch mit nach seitlich rechts klappbarer Metallstütze - somit nur noch ein Gehäuse, Kaliber 7,62mmx39)

MPi AK-74N       

Automat Kalaschnikow, Mod. 74N

(Der Buchstabe „N“ steht für Nachtsichtgerät und bedeutet, dass dieses Modell über eine links am Gehäuse angebrachte Schiene für die Montage eines Nachtsichtgerät verfügt. Alternativ kann ein normales Zielfernrohr angebracht werden)

MPi AKS-74N    

Automat Kalaschnikow mit Stütze, Mod. 74N

(„N“ für Nachtsichtgerät oder ZF. Stütze wie KMS-72)

MPi AKS-74NK  

Automat Kalaschnikow mit Stütze, Mod. 74NK

(„N“ für Nachtsichtgerät/„K“ für kurz. Variante der sowt. AKSU)

MPHS       

Militärpolitische Hochschule

MPK

Militärpolitsches Kabinett

(1964 von der FDJ ins Leben gerufen. Soll „das Bewusstsein entwickeln helfen, dass der Dienst in der NVA und die Verteidigung der sozialistischen Heimat Ehrenpflicht eines jeden jungen Bürgers der DDR ist.“)

MR   

Militärrat

MS   

Marschstraße

MSAR        

Mot.-Schützenausbildungsregiment

MSB 

Mot. Schützenbataillon

MSD 

Mot.-Schützendivision

(Eine MSD besteht aus dem MSR, dem MSB, der MSK, dem MSZ und der MSGr)

MSG

Militärstrategisches Gleichgewicht

MSGr        

Mot. Schützengruppe

MSK

Mot. Schützenkompanie

MSP 

Medizinisches Schutzpäckchen

(Genau: MSP K-12A. Steingraue Tasche aus synthetischem Gewebe, in der sich fünf aufschraubbare Plastbehältnisse befinden. Diese enthalten div. Schnellspritzen, z.B. gegen Sehstörungen/Atemnot,Erbrechen, Schmerzen. Getragen wird das MSP in der Regel in der linken Beintasche des FDA)

MSR 

Mot. Schützenregiment

MSR-Schiff        

Minensuch- und -räumschiff

MSt  

Munitionsstelle

MstA

Militärische Studentenausbildung

MSTA        

Militärstaatsanwalt

MSW

Muster- und Schneiderwerkstatt

MSZ 

Mot. Schützenzug

MTA

Mehrtägige Ausbildung

MTH

Militär-Technische Hefte

(Herausgegeben vom MV der DDR, Berlin)

MTI  

Militärtechnisches Institut der DDR

(Königs Wusterhausen, gebildet am 1. Dezember 1975. Unterteilt in vier Fachbereiche: Maschinenbau, E-Technik/Elektronik, Chemie und Erprobung)   

MTPL        

Messtechnische Prüfstelle und -lager

MTS 

Maschinen-Traktoren-Station

(Station zum Ausleihen von landwirtschaftlichen Maschinen. Ursprung ist die MTC [Maschinno-Traktornaja Stanzija])

MTS 

Militärtechnische Schule

(Militärtechnische Schule „Erich Habersaath“. Prora/Rügen)

MtS/N        

Militärtechnische Schule der Nachrichtentruppen

Mun 

Munition

MV   

Militärverlag der DDR

(Vormals DMV: Deutscher Militärverlag)

MVM

Massenvernichtungsmittel

MVW

Massenvernichtungswaffen

MVZ

Militärverkehrszeichen

MWI 

Militärwissenschaftliches Institut

MZ   

Militärisches Zeremoniell

(Hierzu gehören der Wachaufzug, Paraden, Feldmeetings, das Salutschießen sowie der Große Zapfenstreich.

28. Februar 1981: Am Vorabend des 25. Jahrestages der NVA wird der Große Zapfenstreich am Mahnmal für die Opfer des Faschismus und Militarismus in Berlin, Unter den Linden, erstmals in neuer, zeitlich erweiterter Form durchgeführt)

MZ   

VEB Motorradwerke Zschopau

(Fertigt neben zivilen Motorrädern auch Motorräder für die VP, NVA und die Grenztruppen)

MZG-64    

Mechanisches Zielübungsgerät

(Dient zur Überprüfung des Schützen während des Schießens mit der MPi. Hierbei geht es u.a. um den Anschlag, die Wahl des Haltepunktes, die Atemtechnik sowie um die Betätigung des Abzuges.

Das MZG-64 kann mit einem Netzanschluss oder mit Batterieanschluss betrieben werden)

MZO

Mehrzweckobjekt

 

 

N

 

N      

Norden

NA   

Nächste Aufgabe

NAB 

Nachrichtenausbildungsbataillon

Na.-Kp.     

Nachrichten-Kompanie

NAW

Nationales Aufbauwerk

NB   

Nachrichtenbataillon

NBr  

Nachrichtenbrigade

NCP 

Nichtstrukturmäßiger chemischer Posten

(In der Regel aus einem Unteroffizier [Postenführer] und zwei Soldaten bestehend. Z.B. zur Feststellung der Kampfstoffart bzw. Dosierung bei Gefechtshandlungen eingesetzt)

ND   

Neues Deutschland -Organ des Zentralkomitees der sozialistischen Einheitspartei

Deutschlands

(Redaktion und Verlag: Franz-Mehring-Platz 1, PF 400, Berlin 1017)

NDPD        

Nationaldemokratische Partei Deutschlands

NF    

Nationale Front der DDR

(Zusammenfassung sämtlicher Massenorganisationen und Parteien der DDR. Seit 7. Oktober 1949, Gründung des Nationalrates der NF am 3. Februar 1950)

NFB 

Nachrichten- und Flugsicherungsbataillon

NFAK        

Nachrichten- und Flugsicherungsausbildungskompanie

NFK 

Nachrichten- und Flugsicherungskompanie

NFWL        

Nachrichten- und Flugsicherungswerkstatt und -lager

NGKCA                 

Nichtstrukturmäßige Gruppe für Kernstrahlungs- und chem. Aufklärung

NGL 

Nachrichtengerätelager

NH   

Nachhut

NK   

Nachrichtenkompanie

NK   

Normalkerze

NKFD        

Nationalkommitee Freies Deutschland

(Am 12./13. Juli 1943 in Krasnogorsk bei Moskau gegründet. Auflösung am 2. November 1945. Ein Teil der Offiziere betreute später den Aufbau der KVP)

NKM

Nachrichtenkräfte und -mittel

NO   

nordostwärts

NR   

Nachrichtenregiment

NRT 

Nettregistertonne

NSW

Nicht-Sozialistisches Wirtschaftssystem

(Kapitalistischen Ausland)

NVA 

Nationale Volksarmee

(10. Februar 1956: Mit Befehl Nr. 1/1956 des Min. f. Nat. Verteidigung, Generaloberst Willi Stoph [seit 19. Januar zum Minister für Nationale Verteidigung berufen], werden die Einzelheiten für den Aufbau der künftigen Armee bestimmt. U.a. soll NVA eine Gesamtstärke von 120.000 erreichen.

Am 1. März 1956 nehmen das Ministerium für Nationale Verteidigung, die Stäbe der Waffengattungen sowie die der Militärbezirke ihre Tätigkeit auf.

Der 1. März wird alljährlich als „Tag der Nationalen Volksarmee“ gefeiert. Seit 1968 wird vom 23. Februar („Tag der Sowjetarmee“, Gründung der Roten Armee im Jahre 1918) bis zum 1. März die NVA die „Woche der Waffenbrüderschaft“ begangen.

Am 30. April 1956 wird die erste Truppenfahne an das 1. Regiment der 1. mech. Division in Potsdam verliehen.

14. Juli 1960. Generaloberst Heinz Hoffmann wird zum Minister für Nationale Verteidigung berufen.

Am ersten Mai 1965 findet auf dem Marx-Engels-Platz in Berlin erstmals eine Militärparade statt.

21. August 1968: Truppen des Warschauer Vertrages schlagen die Reformbewegung in der Tschechoslowakei nieder. Die beiden NVA-Divisionen [11. MSD/Halle, 7.PD/Dresden] werden dagegen in Bereitstellungsräumen – auf dem Gebiet der DDR – als Reserve gehalten)

NVA-LSK/LV      

Nationale Volksarmee - Luftstreitkräfte/Luftverteidigung

NVR 

Nationaler Verteidigungsrat

(Am 10. Februar 1960 auf Beschluss der Volkskammer gebildet. Hat im Verteidigungsfall den Oberbefehl über sämtliche bewaffneten Organe der DDR)

NW   

Nachrichtenwerkstatt

NW   

nordwestlich

NWL

Nachrichtenwerkstatt und -lager

NZ   

Nachrichtenzentrale

 

 

O

 

O      

Osten

OAT 

Offiziersaufklärungstrupp

OaZ 

Offizier auf Zeit

ODD 

Organisation Dienst für Deutschland

(1952 gegründet. Ein Jahr später wieder aufgelöst)

Offz. 

Offizier, Offiziere

OfL  

Organisation freiwilliger Luftschutzhelfer

OG   

Operative Gruppe

OHS 

Offiziershochschule

(Seit November 1958 haben diese den Status Militärische Fachschulen der NVA und sind somit den zivilen Bildungseinrichtungen der DDR gleichgestellt.            

Landstreitkräfte: OHS „Ernst Thälmann“, für Mot.-Schützen,Panzer, Fallschirmjäger, Polit-Offiziere, Pioniere, TLA, Rückwärtige Dienste, KFZ und andere. Seit 1963, Standorte in Löbau und Zittau.

Luftstreitkräfte/Luftverteidigung: OHS „Franz Mehring“, für Jagdflieger, Jagdbombenflieger, Flieger-Ingenieursdienst, Aufklärungsflieger, Hubschrauberführer, Transportflieger u.a. Schule in Kamenz, seit 8. September 1956. Verleihung des Ehrennames am 1. März 1964. Ferner Schule in Bautzen.

Volksmarine: OHS „Karl Liebknecht“. Stralsund, seit 1. Dez. 1956.

OHS „Otto Winzer“, Prora/Rügen, im Dezember 1981 eröffnet.

Grenztruppen der DDR: OHS „Rosa Luxemburg“, Plauen, seit 2. Dezember 1963. Verleihung des Ehrennamens am 1. März 1964. Seit 1984 in Suhl.

Volkspolizei: OHS „Karl Liebknecht“. Berlin-Biesdorf. 

Bereitschaftspolizei [MdI]: OHS „Arthur Becker“. Schule in Dresden. Ferner OHS „Otto Lilienthal“)

OK

Oberkommandierender

ONZ 

Objektnachrichtenzentrale

OP   

Orientierungspunkt

OpD 

Operativer Diensthabender

(Leiter einer Gefechtsstation einer NVA-Raketenabteilung)

ORZ 

Organisations- und Rechenzentrum

OS   

Offiziersschule

OS   

Offiziersschüler

(Offiziersschüler wird, wer 1.] die EOS mit Abschluss Abitur, 2.] eine Berufsausbildung mit Abitur, oder 3.] eine abgeschlossene Berufsausbildung und ein Abitur an der Arbeiter- und Bauern-Fakultät absolviert hat.

Unter 3.] kann das Abitur auch in Uniform abgeschlossen werden)

OvD 

Offizier vom Dienst

(Diensthabender Offizier)

OV   

Operativer Vorrat

OZW

Organisation des Zusammenwirkens

 

 

P

 

PA    

Produktive Arbeit

(Schulfach)

Pabw        

Panzerabwehr

PALR        

Panzerabwehrlenkraketen

PALR-Bttr 

Panzerabwehrlenkraketenbatterie

PAR 

Panzerausbildungsregiment

PARes      

Panzerabwehrreserve

PAW

Panzerabwehrwaffen

PAZ 

Panzerabwehrzug

PAZ 

Politaufklärungszimmer

(Raum zur politischen Schulung in den Kasernen)

PB    

Panzerbataillon

PBS 

VEB Projektierungsbüro Süd

PCK 

VEB Petrochemisches Kombinat

(Vormals EVW: Erdölverarbeitungswerk in Schwert/Oder)

PD    

Panzerdivision

PdR 

Palast der Republik

(18.11.1974: Richtfest am Palast der Republik am Marx-Engels-Platz. Kundgebung

mit den Erbauern des Palastes der Republik, u.a. mit einer Rede von Erich Honecker und dem Richtspruch von Oskar Zimmermann, Obermeister im VEB BMK Industriehochbau.

23. April 1976: Einweihung. Nach 32-monatiger Bauzeit wird der 180 m lange, 85 m breite und 32 m hohe »Palast der Republik« als Haus des Volkes sowie als Sitz der Volkskammer der DDR mit einem Festprogramm eröffnet.

Zum Palast gehören eine Galerie mit Werken von 16 namhaften Künstlern der DDR, das Theater im Palast (TiP) sowie zahlreiche Gaststätten und weitere Unterhaltungsmöglichkeiten.

Als Höhepunkte der Festveranstaltung zählen die Rede von Bauminister Wolfgang Junker sowie ein Toast von Erich Honecker)

PDS 

Partei des demokratischen Sozialismus

(4. Februar 1990: Aus der einstigen SED wird die PDS. Gregor Gisy bleibt weiterhin Vorsitzender)

PdW

Platz der Wiederaufnahme

PF    

Postenführer

(Grenztruppen. Als Postenführer werden Soldaten, Matrosen, Unteroffiziere, Maate und Offiziere eingesetzt)

PGB 

Produktionsgenossenschaft der Binnenfischer

PGH 

Produktionsgenossenschaft Handwerk

(Auch Produktionsgenossenschaft des Handwerks)

PGL 

Panzergerätelager

PHV 

Politische Hauptverwaltung

PiAB

Pionierausbildungsbataillon

PiAT

Pionier-Aufklärungstrupp

PiB   

Pionierbataillon

PiBB

Pionierbaubataillon

PiBT

Pionier-Beobachtungsposten

PiIBK        

Pionierinstandsetzungs- und Bergekompanie

PJZ 

Panzerjägerzug

PK   

Panzerkompanie

Pkt  

Punkt

PiLAS       

Pionier-Lehr- und Auswertestelle

PiR   

Pionierregiment

PiRes        

Pionierreserve

Pistole M oder PM       

Pistole Makarow, Kal. 9 mm Makarow

(Sowj. Selbstladepistole. 1958 in die NVA eingeführt. Lizenzfertigung der PM in der DDR von 1959 bis 1965)

Pistole TT 33    

Pistole Tula-Tokarev, Modell 1933, Kal. 7,62 mm Tokarev

(Die TT zählt mit zur Erstausrüstung in der NVA)

PiWL

Pionierwerkstatt und -lager

PJA 

Panzerjägerabteilung

PJAA        

Panzerjägerausbildungsabteilung

PJBttr       

Panzerjägerbatterie

PJZ 

Panzerjägerzug

PKK 

Parteikontrollkommission

PM   

Panzerminen

PMF 

Panzerminenfeld

PoR 

Pontonregiment

PO   

Parteiorganisation der SED

POS 

Polytechnische Oberschule

(Von der 1. bis zur 10. Klasse. 4. September 1978: Einführung des Fachs „Wehrunterricht“ zur Vorbereitung der 15- und 16-Jährigen auf ihre künftigen Aufgaben in der sozialistischen Landesverteidigung)

   

Politische Ökonomie des Sozialismus/Kapitalismus

(Schulfach)

PR    

Panzerregiment

PrBr 

Propagandabrigade

PrK  

Propagandakompanie

PSA 

Persönliche Schutzausrüstung

(Bestandteil der Ausrüstung der Volksarmee. Hierzu gehören die Schutzmaske, der Schutzumhang oder Schutzanzug, der Schutzumhang für einmaligen Gebrauch, die Schutzstrümpfe zum Schutzumhang, die Schutzhandschuhe, das Entgiftungspäckchen

sowie div. Zubehör)

PSB 

Platz Spezialbehandlung

PSP 

Persönliches Schutzpäckchen

PTL 

Propellerturbinenluftstrahltiebwerk

PV

Parteivorstand

PVS 

Persönlicher Verbandsmittelsatz

(Enthält zwei Verbandspäckchen mit sterilem Verbandsmaterial und Schnellverbandspflaster)

PW   

Panzerwerkstatt

PWGL       

Panzerwerkstatt und -Gerätelager

PwP 

Produktionsgenossenschaft werktätiger Pelztierzüchter

PwZ 

Produktionsgenossenschaft werktätiger Zierfischzüchter

PzBü

Panzerbüchse

(Z.B. die 1957 bei der NVA eingeführte RPG-2)

PZ    

Panzerzug

Pz-Brd.      

Panzerbrandgeschoss

(14,5 mm Panzer-MG KPWT)

Pz-Brd.-L-Spur   

Panzerbrandleuchtspurgeschoss

(14,5 mm Panzer-MG KPWT)

PZV 

Postzeitungsvetrtrieb

(Vertrieb durch die Deutsche Post)

 

 

R

 

R      

Regulierungsposten/Regulierer

(Hat die Aufgabe, die Sicherung des Verkehrs von NVA-Einheiten zu gewährleisten)

R      

Röntgen

RA    

Raketenabteilung

RAG 

Regimentsartilleriegruppe

Ras  

Regulierungsabschnitt

RAW

Reichsbahnausbesserungswerk

RAZ 

Reservistenausbildungszug

RB

Raketenbatterie

RB/AL        

Regiments-BA-Lager

(BA für Bekleidung und Ausrüstung)

RBr  

Raketenbrigade

RBS 

Rundblickstation

(Mobile Funkmessstation)

RD    

Rückwärtiger Dienst, aber auch Rückwärtige Dienste

Res  

Reserve

RFB 

Roter Frontkämferbund

(Gegründet am 31. Mai 1924)

RFS 

rückwärtige Führungsstelle

RfuASt      

Richtfunkaufklärungsstelle

RfuR

Richtfunkregiment

RfuVerb    

Richtfunkverbindung

RG   

Rückstoßfreies Geschütz

RG-57       

Reinigungsgerät 57

(Waffenreinigungsgerät für sämtliche Schützenwaffen von 7,62 mm bis 9 mm.

Verpackt in grüner und - später - schwarzer Blechdose, ovale Form)

RG-74

Reinigungsgerät 74

(Waffenreinigungsgerät für Schützenwaffen im Kaliber 5,45mmx39)

R/h   

Röntgen je Stunde

RGS

Rückwärtiger Gefechtsstand

RGW

Rat für Gegenseitige Wirtschaftshilfe

(Als Gegengewicht zum Marshall-Plan des Westens am 25. Januar 1949 gegründet.

Die DDR wird am 29. September 1950 Mitglied des RGW)

RJP 

Raketenjagdpanzer

RLB 

Rohrleitungsbataillon

RLN 

Rat für Landwirtschaft und für Nahrungsgüterindustrie

RLS 

Richt-/Lenkschütze

RML 

Regimentsmunitionslager

RP    

Regulierungspunkt

RPG-2       

Reaktive Panzerbüchse

(Die sowj. Panzerbüchse zählt zur Erstausrüstung im Jahre 1956. Sie wird 1964 von der RPG-7 abgelöst)

RR    

Rastraum

RS    

Richtschütze

RSB 

Raum Spezialbehandlung

RS-Boot (auch RSB)     

Raketen-Schnellboot

RSFSR                 

Rossiskaja Sowjetskaja Federatiwnaja Sozialistitscheskaja Respublika

(Russische Sozialistische Föderative Sowjetrepublik)

Rsi   

Rückensicherung

RSst

Rückwärtige Sicherstellung

RT    

Raketentreibstoff

RTA 

Raketentechnische Abteilung

RTB 

Raketentreibstoffbasis

RTE 

Raketentransporteinheit

RteB

Raketentechnische Basis

RT/SL        

Regiments-TS-Lager

(TS für Treib- und Schmierstoffe)

Rverl

Regimentsverpflegungslager

RVP 

Regimentsverbandsplatz

RWBW       

Reaktiver Wasserbombenwerfer

RWTL        

Raketen- und waffentechnisches Lager

RWN

Reparaturwerk Neubrandenburg

 

 

S

 

S      

Süden (südlich)

SAG 

Sowjetische Aktiengesellschaft

SanAB      

Sanitätsausbildungsbataillon

SanB         

Sanitätsbataillon

SanP         

Sanitätsposten

SaP

Sammelpunkt

SAT 

Selbständiger Aufklärungstrupp

SaZ 

Soldat auf Zeit

SB    

Sowj. Besatzungszone Brandenburg

(KfZ.-Zeichen während der sowj. Besatzung: SL für Sachsen, SM für Mecklenburg, SN für Sachsen-Anhalt, ST für Thüringen)

SBA 

Schutzbekleidungsanzug

(Bestandteil der Ausrüstung. Schützen die Körperoberfläche, außer Gesicht und Hände, vor radioaktiven Strahlen, chemischen Kampfstoffen und biologischen Kampfmitteln.

SBA 1, einteiliger Schutzanzug, SBA 2, zweiteiliger Schutzanzug, bestehend aus einer Jacke mit angeschnittener Kapuze und einer Hose mit verlängerter Leibhöhe sowie anvulkanisierten Füßlingen.

Beide Schutzanzüge bestehen aus beschichtetem Gewebe und werden in fünf Größen ausgeliefert. Ferner können Schutzstrümpfe und -Handschuhe getragen werden)

SBU 

Schutzbekleidungsumhang

(Bestandteil der Fallschirmjäger-Ausrüstung)

SBZ 

Schalt- und Betriebszentrale

SBZ 

Sowjetisch besetzte Zone

(Mecklenburg: 15. Januar 1947. Brandenburg: 24. Juli 1947. Sachsen-Anhalt: 21. Juli 1947. Sachsen: 28. Februar 1947. Thüringen: 20. Dezember 1946.23. Juli 1952: Aufteilung der fünf Länder in 14 Bezirke mit Länderbefugnissen.

1991 erfolgt die Rückbildung. Bestätigung  von  Landeswappen  und  Fahne:  Brandenburg:  Januar  1991;  Mecklenburg-Vorpommern:  15.  Mai 1991/Fahne 29. Januar 1991; Sachsen: ohne gesetzliche Festlegung; Sachsen-Anhalt: Januar 1991; Thüringen: Wappen/Fahne 11. April 1991)

SC    

Stabschef

SC    

Sportclub

SED 

Sozialistische Einheitspartei Deutschlands

(Gegründet am 21./22. April 1946. Auch als Vereinigungsparteitag von KPD und SPD bekannt)

SERO        

Sekundärrohstoff

(Sammelstelle für Altstoffe wie Papier, Flaschen und Gläser)

SEW

Sozialistische Einheitspartei Westberlins

SF    

Sperrfeuer

SFL  

Selbstfahrlafette

SFP 

Selbständiger Feldposten

SfS

Staatsekretariat für Staatssicherheit

SFW 

Selbständige Feldwache

SH   

Seitenhut

SiGWD      

Soldat im Grundwehrdienst

SiStr

Sicherungsstreifen

SiTr

Sicherungstrupp

SKDA        

Sportkomitee der befreundeten Armeen

(Am 12. März 1958 in Moskau gegründet)

SKDO

Straßenkommandantendienstordnung

SKET        

Schwermaschinenkombinat „Ernst Thälmann“

(Magdeburg)

SKK 

Sowjetische Kontrollkommission

(Bezeichnung der sowj. Militärverwaltung unmittelbar nach der Staatsgründung

der DDR am 7. Oktober 1949. Übernimmt die Funktionen der SMAD. Die SKK wird 1955 aufgelöst)

SKp 

Schwere Kompanie

SKS-45     

Selbstladekarabiner K

(Sowj. Karabiner, der zur Erstausrüstung - von 1957 bis 1961 - der NVA zählt. Anschließend nur bei Ehrenformationen)

SKZL        

Ständige Kommission für Zivile Luftfahrt

(Beschluss zur Gründung auf der XXIX. Tagung des RGW im Juni 1975.

1. Tagung am 30. September und 1. Oktober 1975 in Moskau)

SLRS        

Schiff-Luft-Raketenstarter

sm   

Seemeile

(1 sm = 1852 Meter)

SMAD           

Sowjetische Militäradministration in Deutschland

(Militärverwaltung für die sowjetisch besetzte Zone, kurz SBZ.

Seit 9. Juni 1945 in Berlin Karlshorst)

sMG 

Schweres Maschinengewehr

(Z.B sMG PK bzw. sMG PKS, beide von M.T. Kalaschnikow)

SO   

südostwärts

SoA

Sowjetarmee

Soz.

Sozialismus

Soz. Armee

Sozialistische Armee

SpA 

Spezialabteilung

SPAF        

Sammelplatz für ausgefallene Fahrzeuge

SPAT        

Sammelplatz für ausgefallene Technik

(Hierzu gibt es das MVZ 34. S.a. MVZ)

SpF  

Spähfahrzeug

SPG 

Schweres Panzerabschussgerät

(z.B. SPG-9)

SPK 

Staatliche Planungskommission

SpPz

Spähpanzer

SpRG        

Sperrenräumgruppe

SpSi

Spitzensicherung

SpT 

Spähtrupp

SPW

Schützenpanzerwagen

SPz  

Schützenpanzer

SR    

Sammelraum

SSD 

Staatsicherheitsdienst

(Im Volksmund als Stasi bezeichnet)

SSI  

Seitensicherung

SSR 

Sowjetskaja Sozialistitscheskaja Respublika

(Sozialistische Sowjetrepublik)

SSRS        

Schiff-Schiff-Raketenstarter

SSSR        

Sojus Sowjetskich Sozialistitscheskich Respublik

(Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken)

Sst   

Sicherstellung

StE  

Selbständige Einheit

stellv.

stellvertretender

StK  

Stahlkerngeschoss

(7,62x39mm Patrone M43/Kalaschnikow. Hier mit Stahlkerngeschoss)

StK  

Stabskompanie

Stkfte       

Streitkräfte

(Auch soz. Streitkräfte)

StKPA       

Stellvertreter des Kommandeurs für Politische Arbeit

StkTA       

Stellvertreter des Kommandeurs für technische Ausrüstung

StRa

Startrampe

StSC

Stellvertreter Stabschef

STOZ        

Standortzug

StSt 

Startstellung

STZ 

Sprengtaucherzug

StZF

Stellvertreter des Zugführers

SU   

Sowjetunion

Su    

Suchoi

(Typenbezeichnung für Flugzeuge des sowj. Konstrukteurs Pawel Ossipowitsch Suchoi. Geboren am 10. Juli 1895 in Glubokoje, gestorben am 15. September 1975 in Moskau)

SW   

Schützenwaffen

SW   

südwestlich

SW   

Sozialistisches Wirtschaftsgebiet

(S. auch unter NSW)

 

 

T

 

TA    

Technische Abteilung

TA

Technik und Ausrüstung

TAFS        

Taktische Aufklärungsfliegerstaffel

TASS        

Telegrafnoje Agentstwo Sowjetskowo Sojusa

(Telegrafenagentur der SU)

TaZ 

Tagungszentrum (des MfNV)

TeBSt       

Technische Beobachtungsstelle

TEG 57     

Tornisterentgiftungsgerät

(Dient zur vollständigen und teilweisen Entaktivierung, Entgiftung und Entseuchung

von Waffen, Geräten, technischen Kampfmitteln, Ausrüstungsgegenständen, Schutzausrüstung und -bekleidung, Unterständen und anderen Deckungen sowie kleineren Geländeabschnitten. Tragbar und von einem Mann bedienbar)

TeSst       

Technische Sicherstellung

TFAS        

Transportfliegerausbildungsstaffel

TFK 

Transportfliegerkräfte

TG   

Transportfliegergeschwader

TGE 

Topographisch-geodätische Einheit

TGL 

Technische Normen, Gütevorschriften und Lieferbedingungen

(Zeichen für techn. Standards der DDR. Z.B. TGL 11801)

THG 

Transporthubschraubergeschwader

THs 

Transporthubschrauber

TKdtr        

Transportkommandantur

TKO 

Technische Kontroll-Organisation

(Qualitätsstempel. Garantiert z. B. die Einhaltung der vorgeschriebenen Toleranzen nach DIN bzw. TGL sowie den betrieblichen Abnahmevorschriften. Z.B. TKO 31, in einem Kreis)

TL    

Transportleiter

TL    

Turbinenluftstrahltriebwerk

TLE

Taucherlehreinheit

TLF  

Transportladefahrzeug

TO   

Technischer Offizier

TP    

Trigonometrischer Punkt

Trapo       

Transportpolizei

(Im Dezember 1946 auf Befehl der SMAD als Eisenbahnpolizei gegründet.

1948 Umbenennung in Transportpolizei. Auflösung am 30. September 1990)

TrdLAW    

Truppen der Luftabwehr

TrVR

Truppenvorräte

ts     

Englische Tonne

(1016 Kilogramm)

TS    

Treib- und Schmierstoffe

TS    

Transportfliegerstaffel

TS-Boot    

Torpedoschnellboot

TSL 

Treib- und Schmierstofflager

TT    

Truppenteil

TT/E

Truppenteil/Einheit

TTW

Tägliche technische Wartung

TT-33        

Tula-Tokarew, Modell 33

(Sowj. Selbstladepistole im Kaliber 7,62mmx25/7,62 mm Tokarew, die zur Erstausrüstung der NVA zählt)

Tu    

Tupolew

(Typenbezeichnung für Flugzeuge des sowj. Konstrukteurs Andrej Nikolajewitsch Tupolew. Geboren am 29. Oktober (10. November) 1888 in Pustomasowo, gestorben am 23. Dezember 1972 in Moskau.

Konstruiert u.a. die bekannten Verkehrs-Flugzeuge Tu-134, Tu-154 sowie Tu-144)

Tu    

Turbine

TU   

Technische Universität

(TU Karl-Marx-Stadt)

TUS 

Technische Unteroffiziersschule „Erich Habersaath“

(Prora/Rügen. Bildungszentrum des Unteroffizierskorps. Eröffnet am 1. Dezember 1969 durch Armeegeneral Heinz Hoffmann. Seit 1. September 1975 auch Fachrichtung Militärmusik, Nachwuchs für Orchester der NVA und GT.

Weitere Unteroffiziersschulen der Landstreitkräfte: Unteroffiziersschule „Paul Fröhlich“, 1. Dezember 1971, in Zwickau sowie die Unteroffiziersschule „Max Matern“, am 1. Dezember 1974.

Unteroffiziersschule der LSK/LV „Harry Kuhn“, Bad Düben. Verleihung des Namens am 7. Oktober 1975.

Unteroffiziersschule der Grenztruppen: Egon Schultz, Perleberg)

TÜP 

Truppenübungsplatz

TV-Kp.      

Transport- und Versorgungskompanie

TVL 

Technisches Versorgungslager

TVS 

Tagesverpflegungssatz

TW   

Technische Wartung

TW 1

Technische Wartung Nr. 1

(2-mal im Jahr vorzunehmende technische Überprüfung der SW-Baugruppen, des Zubehörs im vollständig auseinander genommenen Zustand)

TW 2

Technische Wartung Nr. 2

(Wie TW-1, zusätzlich jedoch Justieren und Brünieren der Waffe in einem Zeitraum von drei bis fünf Jahren)

TZ Ru          

Trainingszentrum Rudern

 

 

U, Ü

 

UAW

U-Boot-Abwehr

UaZ 

Unteroffiziersausbildungszug

UAZ bzw. UAZ 469      

6-sitziger Geländewagen

(Auf diesem Fahrzeug kann ferner die Panzerlenkrakete, kurz PALR Fagott genannt, aber auch die schwere Panzerbüchse SPG-9 montiert werden)

UdSSR      

Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken

(Gegründet am 30. Dezember 1922. Auflösung: 31. Dezember 1991.

Mit 22,3 Millionen Quadratkilometern der größte Flächenstaat der Erde. Insgesamt 280 Millionen Menschen aus über 100 Nationalitäten)

Uffze

Unteroffiziere

UGL 

Unterkunftsgerätelager

UJ    

U-Boot-Jäger

UKA 

Unterkunftsabteilung

UKD 

Unterkunftsdienst

UMF 

Uhren- und Maschinenfabrik Ruhla

(VEB Klement Gottwald)

ÜMG

Überschweres Maschinengewehr

(Z.B. Turmbewaffnung, 12,7 mm)

ÜP   

Übergabepunkt

UR   

Unterbringungsraum

ÜR   

Übergaberaum

US   

Unteroffiziersschüler

(Auch Uffz.-Schüler bzw. UffzSchüler)

USSG        

U-Boot-Such-Schlaggruppe

USF 

unbewegliches Sperrfeuer

ÜSSt

Übersetzstelle

UTP 

Unterrichtstag in der Produktion

(Schulfach)

UTV 

Universal-Trage-Vorrichtung

(Vollkommen neue Ausrüstungsgegenstände, die nur vereinzelt ausgegeben werden, z.B. zur Truppenerprobung.

Hierzu gehören FDA (mit vier aufgesetzten Jackentaschen, ohne Schulterklappen, Hose mit Gürtelschlaufen), Tragegestell,Gurtkoppel, Pistolentasche/Strichel für Makarow-Pistole [Pistole M}, Klappspaten/Strichel, Handgranatentasche/Strichel, Magazintasche/Strichel für AK-74N und NK, ZF-Tasche für MPi AK-74N)

UvD 

Unteroffizier vom Dienst

 

 

V

 

VA    

Verteidigungsausschuss der Volkskammer

(Seit 1964)

VA    

Vorausabteilung

VAs  

Vergifteter Abschnitt

VBf  

Verladebahnhof

VBK 

Verteidigungsbezirkskommando

VBS 

Verband der Berufssoldaten der DDR

VdgB         

Vereinigung der gegenseitigen Bauernhilfe

(Am 20. November 1950 werden VdgB und BGH [Bürgerliche Handelsgenossenschaft]  vereinigt)

VE    

Vermessungseinheit

VeAs

Verseuchter Abschnitt

VEB 

Volkseigener Betrieb

(Gegründet am 30. Juli 1945. Bsp.: VEB Fahrzeug- und Jagdwaffenwerk, IFA-Kombinat für Zweiradfahrzeuge, 6000 Suhl, Postschließfach 209. S.a. FAJA)

VEG 

Volkseigenes Gut

VE-K

Volkseigene Kombinate

VEO 

Ver- und Entladeoffizier

VFFT         

Vereinte Führungsstellen der Funktechnischen Truppen

VfK  

Verwaltung für Koordinierung

VGS 

Vorgeschobener Gefechtsstand

VH   

Vorhut

VHZ 

Vereinigte Hauptzentrale

VIV  

Verwaltung Internationale Verbindungen

Vk.   

Volkskorrespondent

Vke  

Verbindungsfliegerkette

VL    

Versorgungslager

VLV 

Vordere Linie der Verteidigung

VM

Verteidigungsminister

VM   

Volksmarine der DDR

(Der Name »Volksmarine« wird den Seestreitkräften am 4. November 1960 durch den Minister für Nationale Verteidigung der DDR, Generaloberst Heinz Hoffmann, anlässlich des 42. Jahrestages des Aufstandes der Kieler Matrosen vom 3. November 1918 verliehen.

Anschließend findet in den Greifswalder Bodden eine Flottenparade statt)

VO   

Verbindungsoffizier

VOB 

Vereinigung Organisationseigener Betriebe

VOF 

Verbündete Ostseeflotte (im Frieden)

Aber auch:   

Vereinte Ostseeflotte (bei Übungen, im Krieg)

Vopo

Volkspolizist

VP    

Volkspolizei

VP-B (auch VPB) 

Volkspolizei-Bereitschaft

VpfL

Verpflegungslager

VPKrA       

Volkspolizeikreisamt

VP-See     

Volkspolizei-See

VR    

Vergifteter Raum

VR    

Volksrepublik

(Z.B. VR Polen, Ungarische VR, VR Bulgarien usw.)

VRP 

Volksrepublik Polen

VRV 

Vorderer Rand der Verteidigung

VS    

Verbindungsfliegerstaffel

VS    

Volkssolidarität

VVL 

Vereinigung Volkseigener Lichtspieltheater

VSt  

Verladestelle

VST

Vereinte Streitkräfte

VVB 

Vereinigung Volkseigener Betriebe

(Z.B. VVB Hochseefischerei)

VVG 

Vereinigung Volkseigener Güter

VVL 

Vereinigung Volkseigener Lichtspieltheater

VVN 

Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes

VVV 

Vereinigung Volkseigener Verlage

 

 

W

 

W     

Westen (auch westlich)

WA   

weitere Aufgabe

WaPl

Warteplatz

WAR

Weitere Angriffsrichtung

WaR 

Warteraum

WB   

Wasserbombe

WB   

Sozialistische Waffenbrüderschaft

(Auch soz. WB)

WBA

Wohnbezirksausschuss

WBAL        

Wasserbombenablaufbahn

WBDJ        

Weltbund der Demokratischen Jugend

(10. November 1945: Gründung in London. Die FDJ wird am 21. August 1948 aufgenommen)

WBK

Wehrbezirkskommando

(24. Januar 1962: Einführung der Wehrpflicht in der DDR.

Am 4. April 1962 erfolgt erstmals die Einberufung junger Männer zu ihrem 18-monatigen Ehrendienst)

WBK

Wohnungsbaukombinat

WBW

Wasserbombenwerfer

WE   

Wartungseinheit

WESt        

Wasserentnahmestelle

WF   

Werferführer

(Verantwortlich für die ständige Einsatzbereitschaft des Granatwerfers)

WFSt         

Wechselfeuerstellung

WFVT        

Werkstatt für Flugzeugversorgungstechnik

WGS

Wechselgefechtsstand

WGT

Westgruppe der Truppen

(Bezeichnung der sowj. Truppen seit 1989. Vormals GSTD.

31. August 1994: Abzug aus dem „Beitrittsgebiet“)

WGVO       

Wiedergutmachungsverordnung

WH   

Wohnheim

WIG 

Wartungs- und Instandsetzungsgruppe

WK   

Wachkompanie

WK   

Waffenkammer

WKK

Wehrkreiskommando

(Rekrutierungsstelle, auch Musterungsstelle. Seit dem 24. Februar 1962. Dient gleichzeitig der ständigen Betreuung der Reservisten)

WM  

Waffenmeister

WnE 

Wartung nach dem Einsatz

(Waffenkontrolle zur Verhütung von Hemmungen)

WO   

Wachoffizier

WPO

Wohnparteiorganisation der SED

WStp         

Wechselstützpunkt

WR   

Wachregiment

WR   

Wechselraum

WSB

Wach- und Sicherstellungsbataillon

WSt 

Wechselstellung

WStp         

Wechselstützpunkt

WÜP

Wasserübungsplatz

WV   

Warschauer Vertrag

(14. Mai 1955: In Warschau wird der „Vertrag über Freundschaft, Zusammenarbeit und gegenseitigen Beistand“ unterzeichnet. 4. Juni 1955: Inkrafttreten des WV.

28. Januar 1956: Aufnahme der DDR als soz. Koalitionsarmee)

WV   

Wohnungsverwaltung

WWL

Waffenwerkstatt und -lager

 

 

Z

 

ZA

Zentralausschuss

ZBE 

Zwischenbetriebliche Einrichtung

ZBK 

Zugbegleitkommando

ZchA         

Zug chemische Abwehr

ZEL 

Zentrale Einsatzleitung

ZF    

Zusammengefasstes Feuer

ZfN  

Zentralstelle für Nachrichtennetze

ZGK-65

Zielgerätekasten

(Gerät zur Kontrolle und Ausbildung des Schützen mit Schützenwaffen. Inhalt: 10 Magnetzielspiegel, 2 optische Zielspiegel, 9 Universalzielkellen, 10 Steckscheiben für die Zielkellen, 3 Universalkorne, 1 Universaldiafragma, 1 Justierstutzen für die Panzerbüchse, 4 Infraroimitatoren mit fünf Ersatzfilterfolien)

ZfSB

Zentralstelle für Schaltung und Betrieb

ZFSt

zeitweilige Feuerstellung

ZGS 

Zentraler Gefechtsstand

ZK der SED       

Zentralkomitee der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands

ZNA 

Zentraler Nachrichtenanlagenbau

ZPL

Zentrale Parteileitung

ZR

Zentralrat

ZR    

Zentrales Rechenzentrum

z. S. 

zur See

ZSfK

Zentrale Kampfgruppenschule

(Z.B. ZSfK „Ernst Thälmann“ in Schmerwitz)

ZSP 

Zugstützpunkt

Z.St.          

Zentraler Stab

ZTG-SW 2 

Zieltrainingsgerät für Schützenwaffen

(Auf Laserbasis)

ZTL 

Zweistromturbinenluftstrahltriebwerk

ZUR 

Zeitweiliger Umladeraum

ZUSR        

Zeitweiliger Umschlagraum

ZÜR 

zentraler Übergaberaum

ZV    

Zivilverteidigung

(11. Februar 1958: Die Volkskammer beschließt das Gesetz über den Luftschutz in der DDR [Luftschutzgesetz]. Dieser Tag gilt zugleich als Gründungstag der Zivilverteidigung [Tag der Zivilverteidigung]. Dem MdI unterstellt.

1. Juni 1976: Auf Beschluss des Nationalen Verteidigungsrates der DDR wird die Führung des Zivilschutzes dem Min. f. Nat. Verteidigung übertragen.

Per „Dienstlaufbahnordnung ZV“ vom 1. November 1977 werden neue Uniformen, ähnlich denen der NVA, eingeführt. Zur Unterscheidung gegenüber der NVA wird bei Unteroffiziers- und Offiziers-Dienstgraden der Zusatz „... der ZV“ eingeführt. Ferner wird der Ärmelstreifen „Zivilverteidigung“  eingeführt. Die Anordnung tritt am 1. Januar 1978 in Kraft)

ZVN 

Zusatzvisier für das Nachtschießen

(Genaue Bezeichnung ZVN-64. Für MPi-K, MPi-KmS und MPi-KM. Das ZVN besteht aus einem Zusatzkorn und der Zusatzkimme. Auf das eigentliche Visier aufgesetzt erlaubt es das genaue Schießen auch bei Nacht)

ZW   

Zusammenwirken

ZW   

Zollverwaltung

(Gegründet am 28. August 1952)

 

 

 

ACHTUNG ... ACHTUNG ... ACHTUNG ... ACHTUNG ... ACHTUNG ...

 

Diese Liste wird in unregelmäßigen Abständen aktualisiert. Wer also neue Abkürzungen - möglichst mit kurzer Erklärung oder geschichtlichen Angaben - zum Thema NVA/DDR hat, kann sie uns gerne schicken.

Da uns auch Fehler unterlaufen können, sind wir natürlich für eine kurze Benachrichtigung stets dankbar.

Worterklärungen, Sammlung von spezifischen Begriffen für das Verständnis des NVA-Alltags. Es werden offizielle Ausdrücke und auch Soldaten-Slang vorgestellt.


A

AA
Armeeangehöriger, damit waren vor allem die unteren Dienstgrade gemeint, die ja auch die Masse der AA darstellten.

Abducken
Tätigkeit, meist von Vize und EK, vergleichbar mit verpissen oder abmatten, sich unsichtbar für den Vorgesetzten machen, damit Spritzer die Arbeiten übertragen bekommen, die eigentlich für einen selber bestimmt waren

Abkotzen
Jemanden zum sinnbildlichen Abkotzen bringen konnte man durch hartnäckiges Ärgern. Gründe zum Abkotzen waren u.a. Urlaubssperre, wenn die Frau Geburtstag hatte, Ausgangssperre, wenn die Käthe wartete etc. Der Soldat kotze dann ab, d.h. er ärgerte sich dann unermesslich (beispielsweise über Sonderreviere)! Jemanden zum Abkotzen bringen - dieses würde man heute mit dem neu-deutschen Wort "Mobbing" bezeichnen - nur daß derjenige, der abkotzte, sich eigentlich nie wehren konnte.

Abmatten
Anderer Begriff für ungestört an der Matratze horchen, auch sich vor Aufgaben drücken und eigener Beschäftigung nachgehen

Abseilen
Ähnliche Bedeutung wie Abtarnen - sich für den Vorgesetzten unsichtbar machen, andere zwecks Aufgabenübertragung vorschicken.

Abtarnen
Auch sowas wie verpissen oder abmatten, auf jeden Fall sich für den Sacki unsichtbar machen, um so z.B. unangenehmen Arbeiten oder Sonderaufgaben zu entgehen.

Affenschaukel
Bezeichnung für die Schützenschnur, ein Überbleibsel der Effekten und Schmuckteile der alten preußischen Uniformen. Man bekam das Ding für besonders gute Schießleistungen mit der "persönlichen Waffe", getragen wurde das Silbergeflecht vom Schulterstück bis zu einem Uniformknopf in einem leichten Bogen, deshalb "Schaukel", wer sich damit unbedingt oder aus Eitelkeit schmücken musste, trug dann die "Affenschaukel"

Agit-Prop
Agitation und Propaganda, dafür gab es eine Dienststelle, verantwortliche Offiziere und Unteroffiziere. Dafür gab es Zeit für Schulungen etc. Propaganda und Agitation muß den NVA - Oberen sehr wichtig gewesen sein.

AHJ
Ausbildungshalbjahr, entsprach bei Soldaten, die 18 Monate dienten, dem Diensthalbjahr, der Dienst in der NVA wurde offiziell nach Halbjahren gezählt (Winterhalbjahr/Sommerhalbjahr, siehe auch "Umstellung").

A-Kompanie
Ausbildungs-Kompanie, die Neueinstellungen mussten in den ersten 6 Wochen ihres NVA-Daseins alle die Grundausbildung durchlaufen. Dazu wurden sie getrennt von den schon anwesenden, die jetzt immer die Umstellung durchführten, zu einer A-Kompanie zusammengestellt. Ein Zugführer des Bataillons war der vorübergehende KC und drei Uffz'e waren die "Zugführer" in dieser A-Kompanie.

Aktuelle Kameraden
Eine andere Bezeichnung für die Nachrichtensendung im DDR-Fernsehen "Aktuelle Kamera" (AK). Die Sendung war Pflicht für alle kaserniert untergebrachten AA täglich 19:30 - 20:00 Uhr! Der UvD musste dafür sorgen, dass soviele wie möglich im Fernsehraum anwesend waren. Es war auch eine halbe Stunde Ruhepause für die sonst abends mit Revierreinigen beschäftigten Spritzer. Die beschwerten sich nämlich sonst am nächsten Morgen, dass sie nicht AK gucken durfen! (Lieber wurde jedoch auch bei der NVA die anschließend von der ARD gesendete Tagesschau gesehen, obwohl eigentlich technisch bei den NVA-Fernsehgeräten blockiert - aber man war ja findig oder kannte jemanden aus der Nachrichtenkompanie).

AküFi
Abkürzungsfimmel - bei der Armee wurde, auch in der Befehlssprache, oft in Abkürzungen gesprochen, die nicht nur Eingeweihte schwer verstanden haben. Hier sind einige davon erläutert. Offizielle und auch nur unter den Soldaten gebräuchliche.

Alk
Alkohol, siehe AküFi

An den Arsch fassen
Es gab dieses Idiom in unterschiedlichen Fassungen, gemeint war immer dasselbe, nämlich bei einer nicht erlaubten Tätigkeit oder Handlung erwischt werden und dafür möglicherweise bestraft werden. "Denn xxx ham se ganz schön an den Arsch gefasst..." hieß dann: Den xxx haben die Vorgesetzten erwischt und bestraft.

Angstrohr
Bei der UF gab es auf den Panzerschleppern der Pionierkompanie ein Luftrohr, das für Bergungsmaßnahmen vorgesehen war. Dieses maß ca.80cm im Durchmesser und paßte auf die Ladeschützenluke. Ein Soldat konnte innen herauf bzw. herunterklettern. Vor der UF wurden besonders ängstliche Soldaten mit diesem Gerät in den Fluß gefahren, um ihnen die Ungefährlichkeit der UF zu demonstrieren. (Es war auch groß genug, um darin Bierkästen vor den Augen der immer neugierigen Sackis zu verstecken, bei normalem Fahren des Schleppers lag das lange Ding oben längs drauf und hatte vorn und hinten einen stählernen Deckel, da hinein schaute kein Wachposten, wenn der Schlepper von Ausbildungsfahrten wieder in die Kaserne zurückkam.)

Anklopfen
Angewohnheit der Soldaten/Uffz. vor Betreten ihrer eigenen Stuben, um darauf aufmerksam zu machen, dass keine Gefahr f. die Ufos o.ä. Gerätschaften sowie der Leute in der Stube besteht (In dienstfreier Zeit war das üblich, da dann ja auch unerlaubt Granaten geköpft wurden, das durfte kein Sacki sehen, dann gab es den Anschiß! Und Sackis klopften nicht an! Tür aufreißen ohne Klopfen bedeutete in jedem Falle Gefahr, entweder für die Leute in der Stube oder den Spritzer, der vergessen hatte zu klopfen!).

Anschiß, anscheißen
Einen Anschiß konnte man von einem Vorgesetzten fangen. Das war meist unqualifiziert und laut. Wer brüllt, hört auf zu denken...
Jemanden anscheißen war etwas komplett anderes. Denunzieren sagt man wohl im Amtsdeutsch dazu. Wer sich bei Vorgesetzten beliebt machen wollte (Kratzer), griff auch zu solchen Mitteln. Kleine Verfehlungen dem Spieß oder KC gemeldet, war bei den Kameraden sehr verpönt, konnte aber das Ansehen des Kratzers bei der Obrigkeit schon mal verbessern.

Anschnitt
Anschnitt des Bandmaßes der EK. Die Schere wurde vom EK geführt, das Bandmaß wurde von einem ganz frisch einberufenem Spritzer oben festgehalten, unten war ein Stahlhelm angebunden, der nach dem Anschnitt des Bandmaßes laut polternd zu Boden fiel. Der Spritzer musste dazu den Stahlhelm und das Tragegestell tragen, auf dem Stahlhelm war eine brennende Kerze. Stiefel und Unterhosen komplettierten die feierliche Anzugsordnung. Die Bandmaße aller EK einer Kompanie wurden meist zu selben Zeit angeschnitten, die Vize leiteten die Zeremonie und sicherten den Bereich gegen Sackgänger ab. Wenn 30-35 EK anschnitten, gab es ein ganz gehöriges Stahlhelmprasseln! Die Spritzer mussten dann geschwinde dafür sorgen, dass alles wieder in feinster Ordnung war, wenn aufgebrachte diensthabende Offiziere den Grund des Lärmes suchten.

Antifaschistischer Schutzwall
Das war die offizielle Bezeichnung der SED für die Berliner Mauer. Auch der Zaun um die Kaserne wurde manchmal spöttisch so bezeichnet, da er ja offiziell auch dazu dienen sollte, den Feind draußen zu lassen. Hauptsache war wahrscheinlich doch, die Soldaten drinnen zu halten... wie beim großen Vorbild.

Asche
Andere Bezeichnung für die NVA. Wer zur Asche musste, hatte keine hohe Meinung von dieser Institution.

ASK, ASV
Armeesportclub (warum "Club" mit "K" abgekürzt wurde???), Armeesportvereinigung, jeder AA war automatisch Mitglied (Mitgliedsbeitrag 1,25M/Monat) und konnte Sportstätten des ASK in der Freizeit nutzen, wenn diese am Standort vorhanden waren. (Der Armeesportverein wurde scherzhaft auch "AngelSportVerein" genannt)

Atombrot
Brot in Blechbüchsen aus der "Eisernen Ration", wurde mit dem "Komplekteessen" ausgegeben, wenn die Mindesthaltbarkeit nahe am Ende war. Meist gutes Schwarzbrot oder Körnerbrot.

Atomino
Da Essen- und Getränkezubereitung offiziell in der Truppenunterkunft verboten war, hatten viele Soldaten einen elektrischen Tauchsieder, um sich wenigstens jeden Tag einen richtigen Kaffee kochen zu können. Da diese wegen Feuergefahr ebenfalls verboten waren, wurden sie gern bei Stubendurchgängen von den Vorgesetzten eingezogen. Ausweg war die Schutzausrüstung. Dort gab es die Blechdeckel der Dosen für die Ersatz-Sprechmembranen für die Funker-Schutzmasken und die Schutzknöpfe zum Zusammenhalten des Jumbo. Aus diesen Utensilien wurde ein Gebilde aus zwei Platten, getrennt und isoliert sowie zusammengehalten durch den Plastikknopf hergestellt, das nun mit zwei Drähten und Bananensteckern versehen, in eine wassergefüllte NVA-Plastiktasse gestellt, dann mit 220V verbunden wurde, das Wasser in weniger als einer halben Minute zum Kochen brachte. Damit war in null komma nix der Kaffee fertig und die Utensilien verschwanden wieder, bevor jemand den Braten (-den Kaffe) roch. Das Ding war auch als "UFO" bekannt.
Aber richtige, ladenneue Tauchsieder mit allen Sicherheitsmerkmalen inclusive Schutzleiter und Schukostecker wurden auch hochgezogen. Die verstießen nämlich mindestens gegen die Brandschutzbestimmungen! Aber Kaffee oder Tee wurde trotzdem gekocht. Kaffeemaschinen waren ja noch viel größer und ließen sich nicht so gut vor dem Spieß verstecken.

A+U
Ausgangs- und Urlaubssperre, siehe Bestrafung

Auffrischung
Klingt zwar wie Erfrischung, hiermit war allerdings nur der Ersatz abgetragener Uniformteile und Stiefel nach einer vorgeschriebenen Verwendungsdauer gemeint.

Aufkohlen
Aufkohlen war die unerhörte und schwer nachzuvollziehende Tat einzelner Soldaten, die nachträglich die 3 oder mehr Jahre-Verpflichtungserklärung unterschrieben. Bei Unteroffizieren auf Zeit kam es dagegen schon öfter vor, dass diese ihre Dienstzeit freiwillig auf 10 Jahre verlängerten, bei einem ruhigen Posten, wie z.B. BA-Kammer oder Waffenmeisterei sogar zu verstehen.

Aufzug
Nein - kein Fahrstuhl oder Lift. Soldaten konnten doch prima schnell Treppen steigen. Aufzug nannte man die "Schicht" bei der Wache. Alle Posten einer Ablösung, der Aufzug, zog dann, geführt vom "Aufführenden" gemeinsam los, um die Wachposten, die gerade Posten standen und deren Schicht zu Ende war, abzulösen. Das geschah dann im Gänsemarsch, der Aufführende vorneweg (in manchen Dienststellen musste der Uffz. hinter seinen Wachposten gehen, damit er sie im Auge behalten konnte, die Jungs hatten ja alle scharfe Munition in der Knarre), einer nach dem anderen wurde ausgetauscht (abgelöst) und dann kam der ganze "Aufzug" wieder zum Wachlokal zum Schlafen, Ausruhen oder zur Bereitschaft, je nach Einteilung der Drittel oder Viertel der gesamten Wache.

Augenpflege
Augenpflege, auch Augen- und Rückenentspannung genannt - Abmatten, Abruhen etc.: Das ruhen und schlafen während und auch nach der Dienstzeit.

Ausbooten
Ausbooten war das getarnte Verlassen des Panzers durch die Bodenluke. Wenn der Bock bis an die Kettenabdeckung im Dreck steckte war diese Übung reine Schikane, da man sich dann durchschaufeln musste, im Ernstfall hätte dies jedoch das Leben der Besatzung gerettet.

Ausführung!
Als ultimatives Kommando nach dem eigentlichen Kommando, sollte zur sofortigen Ausführung des gerade vom Vorgesetzten Gesagten animieren. Wenn es Anzeichen von Verweigerung gab, wurde dieses Wort auch betont zackig, laut und forsch gesprochen. Autorität ließ sich damit jedoch auch nicht erzwingen. Nach dem dritten "Ausführung!" und bevor der Sacki rot anlief und sich dadurch gesundheitlich ernsthaft schaden konnte, machte man dann eben das, was er wollte.

Ausgang / Ausgangskarte
Ausgang: Erlaubnis, die Kaserne nach Dienstschluß bis 24:00 (Soldaten) oder bis zum Dienst 07:00 früh (Uffze) zwecks Freizeit zu verlassen. Dies war natürlich nur in Uniform gestattet. Dazu war das Beantragen einer "Ausgangskarte" notwendig, Genehmigt wurde Ausgang genau wie Urlaub, durch den Kompaniechef, der Hauptfeldwebel verwaltete die Ausgangskarten. Wer ohne Ausgangskarte von einer Streife im Zivilbereich erwischt wurde, bekam mindestens eine Woche Bau! Es gab auch Uffze in Offiziers- oder Fähnrichdienststellungen, da es nie genug Doofe gab, die das als Beruf machen wollten. Die bekamen dann meist als eine kleine "Entschädigung" und weil die Dienststellung Zugführer oder Hauptfeldwebel sogar "Aussenschläfer" erlaubte, die Ausgangskarte "an den Mann", konnten also die Kaserne betreten und verlassen, wann sie wollten. Ein ganz schönes Priveleg, man konnte sich die Kommandierung in eine solche Dienststellung meist nicht aussuchen, es gab obendrein auch mehr Sold dafür. Ich kenne keinen, der es abgelehnt hatte, mal für ein DHJ Spieß oder Zugführer zu machen. Da konnte der Anschiß lauern wo er wollte, für die Ausgangskarte am Mann" tat man einiges!

Ausgangsappell / Ausgangsüberprüfung
Eine im Anschluß an die "Vergatterung" der Wachdienste manchmal durchgeführte Maßnahme. Einige Sackis fühlten sich erst wohl, wenn sie ihre Scheinautorität verbreitet hatten. Es war dann ein Antreten der Ausgangskandidaten (mit gültiger Ausgangskarte) auf dem Exerzierplatz (in bester Ausgangsuniform) befohlen. Der diensthabende Offizier überprüfte dann alles, was seiner Meinung nach ein Soldat im Standortausgang haben oder darstellen musste. Die Uniform musste tadellos sein, die Schuhe mussten glänzen, ein sauberes Taschentuch musste vorgezeigt werden und bei einigen suspecten Sackis war auch der Kondom Pflichtausstattung eines Soldaten im Ausgang. War alles einwandfrei (manchmal nach mehreren Anläufen), durften alle Ausgänger das Tor nach Draußen passiern - bis morgen! Wer es nicht eilig hatte ging einfach ein oder zwei Stunden später unbehelligt durch's KDL. Ohne Überprüfung. (andere hatten dann jedoch schon 4 Glas Bier Vorsprung - aber es kam ja nicht jedem darauf an, sich sinnlos vollzusaufen!)

Außenrevier
Von den Spritzern nicht beliebt, da sie es reinigen mussten. Außenrevier war die Straße, der Fußweg und die Rasenflächen um das Gebäude, in dem die Kompanie untergebracht war. Im Außenrevier landeten die leeren Granaten (siehe dort), damit die früh erscheinenden Offiziere wussten, was vom Alkoholparagraphen 30/74 so im Allgemeinen gehalten wurde. Man hätte die leeren Flaschen auch einfach im Altglas verschwinden lassen können, aber dann hätten es die Offiziere und die UvD's ja viel zu einfach gehabt.

Außenschläfer
Außenschläfer waren AA, besonders Berufssoldaten (Uffz.auf Zeit und junge Offiziere), die am Standort eine Wohnung bzw. ein Zimmer im "Ledigenwohnheim" der Kaserne hatten. Diese wurden bei eventuellen Alarmen durch den Meldedienst benachrichtigt. Bedingung war, dass sie sich innerhalb von 30min vom Wohnort in die Kaserne bewegen konnten. In manchen Kasernen war das "Ledigenwohnheim" im Kasernenbereich, zum Leidwesen derer, die es betraf, denn die NVA zahlte in diesem Falle keinen Mietzuschuss. Und die Käthe mitbringen in den Kasernenbereich war auch verboten - wenn diese Zivilistin war. Ausweg: sich eine weibliche AA suchen, die gab es jedoch in der NVA nur in den Stabseinheiten (Schreibkräfte, Sekretärinnen oder Funk-Unteroffizierinnen - heißt das so?)
Unter den "normalen" Uffz. oder Soldaten gab es den Status "Aussenschläfer" auch, aber nur in ganz speziellen Ausnahmefällen, z.B. bei Fahren von Kommandeuren oder ASK-Leistungssportlern.


Abschlußüberprüfung, fand zum Ende jedes AHJ statt, ein Gewaltmarsch (15km mit Sturmgepäck, davon 7km unter Schutzmaske, zum Abschluß noch die Überwindung der Sturmbahn, der letzte der Kompanie zählte für die Zeitnahme). Die echten Pflaumen auf sportlichem Gebiet wurden an diesem Tage meist vorsätzlich vom Spieß zum UvD oder Läufer eingesetzt, oder einfach krank gemeldet, damit das Gesamtergebnis stimmte!

AV
Arbeitsverrichtung, Arbeitsverrichtung außer der Reihe, eine der sog. Erziehungsmaßnahmen bei kleineren Vergehen gegen die DV, siehe auch "Bestrafung" oder "BB" bzw. "B+B".

 


B

BA
Bekleidung und Ausrüstung

BA-Kammer, BA-Kammerbulle, Kammerbulle
Die BA-Kammer gehörte in den Verantwortungsbereich vom Spieß. Aber die Arbeit musste wie auch woanders so oft ein anderer bewältigen. Der BA-Kammer-Bulle. Ein dem Spieß zugeteilter Soldat, der sich schon mal in seine BA-Kammer verpissen konnte, weil ja niemand nachprüfen konnte, wie viele Handtücher oder Essensbehälter er zu zählen oder zu putzen hatte. Auch die Stapel der neu gereinigten Watteanzüge für den Winter machte die BA-Kammer für den Kammerbullen interessant, man konnte so schön ungestört darauf abmatten.

Bandmaß
Außerordentlich wichtiges Utensil für den EK, ein normales textiles Schneiderbandmaß - 1 1/2m lang, jeden Tag ab dem 150en vor dem Entlassungstag wurde täglich ein cm-Stück abgeschnitten, damit die Entlassung garantiert nicht verpasst wurde, Bandmaßverlust war eines der schlimmsten Unglücke für den EK, in einigen besonders linientreuen NVA-Einheiten machten die Vorgesetzten Jagd auf Bandmaße, ein sehnsüchtiges Warten auf den Entlassungstag vertrug sich ja nicht mit dem Begriff "Ehrendienst" (deshalb hatte jeder EK mehr als nur ein Bandmaß!)

Bandmaßzeigen
Eine der Genugtuungen für EK's, diese Art der "Belobigung" wurde meist Spritzern oder gern natürlich Längerdienenden zuteil. Das meist davon ausgelöste Tagedrücken war ein "Innerer Vorbeimarsch" für den Bandmaßzeigenden. Diese Tätigkeit konnte in Extremfalle auch im "Bandmaß küssen lassen" ausarten. Das Tagedrücken wurde damit ungemein verstärkt.

Bärenvotze, Bävo
Bezeichnung für die NVA-Wintermütze, diese war der russischen Fellmütze nachgebildet und aus oliv-grau-grünem Webpelzmaterial gefertigt. (Es gab, wohl aus einem Versprecher geboren, auch den Ausdruck "Bärenmütze").

Batzen, Tagebatzen
Siehe Tagesack

Batzenküche
Siehe Sackiküche

Bau
Als Bau oder Loch wurde auch der Knast bezeichnet. Auch die Höhe der Bestrafung gab man damit an "3Tage Bau".

BB oder B+B
Belobigungen und Bestrafungen (siehe auch dort), es gab beim Spieß für jeden AA eine BB-Kartei, in die pingelig genau jede Art von Belobigungen und Bestrafungen während der Dienstzeit des AA eingetragen wurden. Es gab Belobigungen, die eine geringerwertige Bestrafung löschen konnten, es gab sogar die Belobigungsart "Löschen einer Strafe".

BBU
Böse Bonner Ultras, allgemeiner Sprachgebrauch für die Bundeswehr, nicht im Wortsinne gebraucht, eher so wie "Freunde" für sie Sowjetsoldaten.

Befehlsausgabe
Die "Befehlsausgabe" war ein Bestandteil des täglichen Dienstablaufes, der den Tagesdienstplan beendete. Es war ein Antreten der Kompanie zum Zwecke der Tagesauswertung oder der Bekanntgabe von Neuigkeiten - wenn es denn welche zu verkünden gab. Viel wichtiger für den Soldaten war die bei dieser Gelegenheit vorgenommene Verteilung der Post (Briefe wurden vom Spieß persönlich übergeben, Päckchen und Pakete mussten bei ihm abgeholt werden - natürlich wurden die kontrolliert, es durfte ja nichts verbotenes eingeschmuggelt werden - Schnaps oder verbotene "West-Propaganda" etwa!). Zur Befehlsausgabe wurden ebenfalls die Ausgangskarten verteilt an diejenigen, die es geschafft hatten, die Gunst des KC zu erlangen und Ausgang genehmigt bekommen hatten. Dienste wie UvD und Wachen wurden ebenfalls kundgetan und danach verabschiedete sich der Spieß. Danach gingen meist auch alle anderen Sackis ihrer Wege und die Kaserne wurde nach und nach ruhiger...

Bello
Bezeichnung für den 10-12kg-Vorschlaghammer, ein wichtiges Werkzeug beim Beheben von kleinen "Blechschäden" am Panzer.

Belobigung
Hier gibt es unterschiedliche Bedeutungen, die offizielle war die Belobigung eines AA durch den Vorgesetzten mit Sonderurlaub, Ausgang ausser der Reihe oder dem "Blick zur Waffenkammer", Streichung einer Strafe und für ganz ganz gute Leistungen auch noch ein Foto vor der entfalteten Truppenfahne. Vorzeitige Beförderungen gab es nur im Ausnahmefall, das kostete ja Geld, jeder Dienstgrad höher wurde mit ca. 100,00 Mark vergütet.
Eine andere Art der Belobigung war in den Augen eines EK das Vorzeigen des Bandmaßes. Der so Belobigte durfte sich etwas darauf einbilden. Oder auch nicht. Siehe auch "Bandmaßzeigen".

Bergepanzer
Panzerschlepper, der auf dem Fahrgestell des T55 als Pioniergerät ausgerüstet war, mit Seilwinde, auf die alle 600PS des Panzermotors gekoppelt werden konnten, Schiebeschild und Rammsporn,und natürlich dem Angstrohr für die UF. (-> Schlepper)

Bergfest
Feier für Vize, die genau 273 Tage gedient hatten, das war dann die Hälfte des gesamten Dienstzeitraumes. Ab diesem Ereignis durfte der Vize offiziell von den EK geduldet ein Bandmaß besitzen.

Bestrafung
Bestrafen ließ sich fast alles, was nicht konform mit den DV war. Strafen gab es auch viele. Ausgangsverbot und Urlaubssperre waren die gefürchtesten, Degradierung wirkte auch, z.B. bei Uffz'en, als Gefreiter gab es schon erheblich weniger Geld! Arrest in der Arrestzelle, Tadel oder Rüge waren erträglich, Arbeitsverrichtung außer der Reihe war lästig und für wirklich große Vergehen (tätlicher Angriff auf einen Vorgesetzten oder Verlust der Waffe) gab es den Staatsanwalt und den Militärknast in Schwedt.

Blick zur Waffenkammer
Eine Belobigung, die kein Geld kostete, war bei der NVA der "Dank vor der Front", eine öffentliche Danksagung vor der angetretenen Kompanie. Im Sprachgebrauch der Soldaten war dies gleichzusetzen mit dem "Blick zur Waffenkammer". Sonderurlaub oder Ausgang außer der Reihe als Belobigung waren weitaus beliebter, gab's aber nicht so oft.

Bock
Der Panzer, der SPW oder auch jedes andere Fahrzeug wurde von seiner Besatzung oft als "Bock" bezeichnet, z.B. "...runter vom Bock" - für Absitzen!

BV
"Besonderes Vorkommnis", ein BV war z.B. eine Überschreitung der Ausgangszeit oder UE, dieses wurde fast einer Desertation gleichgesetzt und ggf. auch hart bestraft. Eine öffentliche Missbilligung "Tadel vor der Front" oder Rüge - das negative Pendant des "Blickes zur Waffenkammer" war das geringste, ein Tag Knast konnte auch schon mal dafür verhängt werden, wenn der Vorgesetzte schlechte Laune hatte oder derjenige, der das BV verbrochen hatte, ohnehin schon unbeliebt war. Einen Verweis oder Strengen Verweis gab es meist, der wurde auch in die Personalkartei eingetragen - es gab die Möglichkeit durch positive Maßnahmen (Arbeitsverrichtung ausser der Reihe oder ähnlicher Schwachsinn), diese wieder auszubügeln. Durch ein gleichwertiges positives Ereignis wurde die "Bestrafung" gelöscht. Eine weitere beliebte Strafmaßnahme war Ausgangs- und Urlaubssperre für 2 oder 4 Wochen. Sogar vor den Feiertagen wurde so eine Strafe ausgesprochen, wenn der Urlaubsschein bereits unterschrieben, aber noch nicht ausgehändigt war! Siehe auch "Bestrafung".

BW
Bundeswehr im Abkürzungsjargon der Vorgesetzten, auch Gegner genannt , bei den Soldaten sagte man meist als Verballhornung dessen, was im GWW-Unterricht gelehrt wurde "BBU".

 


C

Club (Kompanieclub, Regimentsclub)
Hochtrabender Name. Der Clubraum in der Kompanie war mit Büchern, Plattenspieler und Radio-Kassettenrecorder (ARE 160 von Stern-Radio) ausgestattet, da sollte man sich vom anstrengenden Dienst erholen können. Es gab Spiele (Schach etc.) und sogar ein paar "Clubsessel" und ovale Tische - die 50er Jahre bestanden hier fort, Rauchen war auch an besonders gekennzeichneten Tischen erlaubt.
Der Regimentsclub war Kinosaal, Gaststätte (alkoholfrei) und Regimentsbibliothek. Da konnte jeder hingehen und auch mal zum Abend ein Schnitzel essen. Kinoveranstaltungen waren hier auch gut besucht, weil kostenlos. Auch große Veranstaltungen, z.B. Treffen mit Sowjetsoldaten, fanden hier statt. Und meist waren viele hier, denen kein Ausgang genehmigt wurde. Geteiltes Leid ist halbes Leid!

C und A oder C&A
Bezeichnung für die Sowjetarmee oder Angehörige derselben. Die russischen Buchstaben für SowjetArmee sind in kyrillisch CA.

 


D

DA
Dienstanzug, die normale Dienstuniform aus dem allseits bekannten olivfarbenen Wollstoff

DDR
Dampf, Druck und Reviere, das war das, was jeder Spritzer an nötigsten brauchte!

Dieselpest
Panzerluden hatten es immer mit Diesel zu tun. Beim Betanken, beim Reparieren und sogar beim Putzen der Panzer. Dieselkraftstoff und keine Dieselhandschuhe wie heute. Und von wegen jeden Tropfen aufwischen...
Es gibt schwerere und leichtere Allergien, wie man heute weiß und damals spüren musste. Ein unerklärlicher Juckreiz und Hautrötungen, die wieder verschwanden, wenn man ein paar Wochen nichts mit dem Kraftstoff zu tun hatte. Das hieß im Soldatenjargon "Dieselpest". Gemacht wurde offiziell nicht dagegen ausser Hautcreme empfohlen oder in schweren Fällen Zinksalbe verschrieben. An den Panzer mit dem Diesel-Schmierfilm musste man deshalb doch immer wieder!

DHJ
Diensthalbjahr (Soldaten hatten 3 davon, Unteroffiziere auf Zeit hatten ihrer 6 oder noch mehr)

Doppeldecker
In einigen Kasernen die Bezeichnung für Berufssoldaten (Unteroffizier), die 3-jährigen Zeitsoldaten (Unteroffizier) hatten einen silberfarbenen Winkel am Ärmel, die mindestens 10 Jahre Dienenden hatten zwei davon dicht übereinander.

...draußen
Draußen - das war im Zivilbereich, außerhalb der Kaserne, eine andere Welt. Wenn man mehr als 4 Wochen nicht "draußen" war, hatte man meist so richtig die Schnauze voll von der Asche. Man sprach von "draußen" meist auch wie von einem Wunderland: "Das galubt Dir draußen keiner ..." oder " das kannste draußen niemandem erzählen ..."

durchstehen
Hat nur indirekt mit durchhalten oder überstehen zu tun. Wer in seinem 24-Stunden-Dienst irgenwie Scheiße gebaut hatte oder aufgefallen war, durfte es gleich noch einmal versuchen. Als Strafe und zum Lernen. 24Stunden Wache stehen, dann noch mal ohne Pause - das ist "durchstehen". Die DV erlaubte das in Ausnahmefällen, normalerweise mussten mindestens 24Stunden zwischen zwei Diensten sein. Als Bestrafung passierte das auch schon mal einem OvD oder einem OvP, als freiwilliges Durchstehen ist sowas auch bekannt, wenn Lieblinge vom Spieß sich z.B vor einer Sportüberprüfung oder einem Gewaltmarsch drücken durften, da wurden diese schon mal "versehentlich" zweimal hintereinander in den Dienstplan eingetragen.

DV
Dienstvorschrift, in den verschiedenen DV's war alles genauestens aufgeschrieben, was den Dienst bei der NVA anging. Wie die Maschinenpistole bedient wird genauso, wie der Besen zum Reinigen des Fußbodens gehandhabt wird, ohne DV lief eben bei der NVA nichts - das soll aber bei der BW heute nicht anders sein.

Dunstkiepe
Bezeichnung für den Stahlhelm.

 


E

Ehrenbezeigung
Ausdruck für den militärischen Gruß, (Straffe Haltung, Blick zum Vorgesetzten und die gestreckte Hand mit aneinandergelegten Fingern in einem genau vorgeschriebenen Winkel bis zur Stirn führen ). Untergebene mussten Dienstgradhöheren diese "Ehre bezeigen". Das Grüßen wurde in den unterschiedlichen Standorten mehr oder weniger exakt durchgeführt und gefordert. Manchmal wurde "Missachtung des Vorgesetzten" auch mit Strafen belegt - Arbeitsverrichtung ausser der Reihe war dafür beliebt...

Eier schaukeln, sich ein drittes Ei wachsen lassen
Diese Begriff sind ebenfalls im Zivilleben gebräuchlich. Wenn man aus lauter Langeweile nichts tut, "schaukelt man sich die Eier". Bei der NVA besonders am Wochenende üblich, da war im Allgemeinen kein Dienst und die Soldaten hatten nichts anderes zu tun als die Zeit abzusitzen. Die Forderung der Sowjetunion nach 85% ständiger Gefechtsbereitschaft der NVA bedeutete, dass 85% der NVA-Angehörigen ständig in der Kaserne sein mussten.
Es gab auch Dienststellungen (Jobs) bei der Asche, bei denen man sich ganz toll die Eier schaukeln konnte, Verwalter von Lagern oder Archiven z.B., die hatten für die Arbeit Zivilangestellte (meist waren es auch 10-Ender, die zu dumm waren, einen Eimer Wasser umzuschubsen, lieber tranken sie ihn aus!)

Einstrich-Keinstrich
Erstens die Bezeichnung für das modische Design des NVA-Kampfanzuges (Tarnanzug, FDA=Felddienstanzug), andererseits die Bezeichnung für diesen Anzug selber. Auch Vorgesetzte benutzten diesen Ausdruck, z.B. "Raustreten in 5 min in Einstrich-Keinstrich"

eingraben, sich
Es hatte meist die gleiche Bedeutung, wenn man sagte: "Du kansst Dich eingraben" oder "Du kannst Dich warm anziehen". Beides bedeutete nichts Gutes, meist stand dann ein Anschiss eines Vorgesetzten bevor.

Eisenschwein
Anderer Name für den Panzer (bei den Muckern auch der Schützenpanzer)

EK
Armeeangehöriger im letzen Diensthalbjahr, "EntlassungsKandidat". Diese besondere Stellung hatte sich niemand verdient, nur "erdient". In der Hierarchie war man nun ganz oben und durfte sich ungestraft einige Sonderrechte gegenüber anderen herausnehmen. Man hatte ja schließlich selber auch als Spritzer angefangen. Die Bezeichnungen variierten, besonders die, die sich die EKs selber gaben, das fing bei einfach "E" an und hörte bei "Der große und weise E" noch lange nicht auf!

EK - Horn blasen
Die Bettgestelle der Soldaten bestanden aus Stahlrohr-Profilen. Wenn die EKs abends übermütig wurden, nahmen sie die oberen, gebogenen Rohrteile der Doppelstockbetten ab und bliesen darauf keine schönen, jedoch lauten Horntöne. Das wurde natürlich in den Nachbar-Stuben und -Etagen gehört und das Getöse ging dann wie ein Lauffeuer durch die ganze Kaserne!

EK in Lauerstellung
Siehe Vize

EK-Klammer, Vize-Klammer
Das Bandmaß mit 150 Teilstrichen zum Herunterzählen der letzten Tage wurde in einer sogenannten EK-Klammer am Schlüsselbund getragen, damit es sich in der Hosentasche nicht abwickelte. Nur die letzten 15 cm wurden "offen" getragen. Die Klammern gab es in verschiedenen Farben um die Griffe der Benzinkanister, damit diese im Eifer des Gefechtes nicht verwechselt werden konnten. Die Vize trugen probehalber schon mal die leere Klammer. Ein Vize durfte erst ein Bandmaß besitzen, wenn die EK ihres "offen" trugen. Sonst konnte es ihnen von diesen weggenommen werden! Bei Unteroffizieren auf Zeit (3Jahre) wurden Vize und EK-Sitten toleriert, besonders in Einheiten mit hohem Anteil an Unteroffizieren (Panzerbesatzungen), bei Berufssoldaten jedoch meist nicht! (diese trauten sich auch meist nicht, das Bandmaß irgendwo außerhalb ihres Kreises zu zeigen!)

EK-Kugel, EK-Kugel rollen
Die EK-Kugel war meist die 50kg-Hantel vom Sportplatz (die mit den beiden Kugelrunden Gewichten an jedem Ende) oder eine einfache Kegelkugel, wenn die Kaserne auch eine eigene Kegelbahn hatte. Die Kugel wurde über den langen, meist gefliesten Kasernenflur gerollt, das war dann im ganzen Hause zu hören. Grund: Übermut und Freude der EK, dass der Unfug Wehrdienst in absehbarer Zeit vorbei ist und Beweis, dass verbotene Sachen doch immer wieder gemacht werden. Dieser Unfug war streng verboten und wurde meist veranstaltet, wenn auch noch Offiziere im Hause waren. Man konnte meist nicht lokalisieren, auf welcher Etage gerollt wurde!

EK Schießen
Bei Schießtrainings bekamen meist die EK's (weil die besten und verantwortungsvollsten Soldaten) die übrigen Patronen zum Verschießen. Meist mit viel Leuchtspurmunition, damit es so richtig Spaß machte, dann wurde diese Veranstaltung auch "Feuerwerk" genannt (Munition für Handfeuerwaffen zurückbringen vom Schießplatz in die Kaserne war für den Spieß mit Zählen, Rückrechnen, Bestätigen durch einen Zeugen, Einschließen und Versiegeln verbunden - so viel Arbeit wurde nicht gemacht, die Arbeit mit dem Waffenreinigen hatten dann ja die EK's , die die Ballerei veranstalten wollten!)

EK's - wo seid Ihr?
Um das Tagedrücken, was auch den EK manchmal befiel, wenn er sein Bandmaß zu lange betrachtete, also den täglichen Frust zu lindern, konnte man so laut es ging abends aus dem Fenster brüllen: "EK's - wo seid Ihr?" und hörte dann ein lautes Antwortbrüllen vieler Soldatenkehlen "HIIIIIIER!". War die Antwort nach der ersten Frage nicht laut genug oder antwortete gar nur einer oder zwei, wurde der Ruf wiederholt, so lange, bis ein Chor laut und unüberhörbar antwortete, wo überall die EK's noch ausharren mussten! Wehe, wenn sich ein Spritzer oder Vize an der Antwort beteiligte! Das war übelste EK-Beleidigung und wurde meist geahndet, z.B. mit Sonderrevieren!

EK - Taxi
EK-Beförderungsmittel: Wollte ein EK fernsehen, musste er in den Fernsehraum. Da Laufen so kurz vor der Entlassung sehr gefährlich sein konnte, musste er fahren. Auf den Ausruf "EK-TAXI!" kamen drei Spritzer mit einem auf einer Armeedecke stehenden Sessel. Der E setzte sich und die Spritzer (zwei zogen, einer schob) fuhren ihn zum Fernsehraum. Nach dem Fernsehabend wurden die EK's, nach entsprechendem Ruf, wieder abgeholt.

EK-Tuch
Ein buntes Halstuch mit Abbildungen aller Waffengattungen, dass man am Vorabend der Entlassung bekam, darauf ließ man alle Kameraden unterschreiben. Am Entlassungstag war dann an den frischgebackenen wieder-Zivilisten doch noch etwas uniformes - das bunte Tuch um den Hals!

Elefantenportemonnaie
Tragetasche für BA (graue Feldvariante eines flexiblen Koffers)